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27.01.2017

Jugendliche reagieren anders auf Cannabis als Erwachsene

Das hat es noch nicht gegeben. Bislang wurde die Wirkung von Cannabis entweder an Erwachsenen getestet oder an Tieren. Ein Forschungsteam aus England hat erstmals an Jugendlichen überprüft, wie sie auf die akute Wirkung von Cannabis reagieren.

Mann zündet sich Joint an

Bild: Syda Productions / Fotolia.com

Drogen wirken nicht immer gleich. So kann die Wirkung von Cannabis von Person zu Person unterschiedlich sein. Eine Studie aus England hat nun untersucht, ob und wie Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen auf Cannabis reagieren. 20 männliche Jugendliche im Alter zwischen 16 und 17 Jahren sowie 20 junge Männer zwischen 24 und 28 Jahren haben an dem Experiment teilgenommen. Alle Teilnehmer konsumierten wöchentlich, aber nicht täglich Cannabis.

Das Forschungsteam verabreichte entweder den Cannabiswirkstoff THC oder ein wirkstofffreies Placebo. Dazu wurden die Substanzen verdampft und in einen Ballon gefüllt. Die Teilnehmer mussten den Inhalt des Ballons einatmen. Keine wusste, ob er THC oder ein Placebo inhalierte. Die Menge an THC soll der von etwa einem Drittel Joint entsprochen haben. Anschließend absolvierten die Teilnehmer Tests und beantworteten jede Menge Fragen zu ihrem Befinden.

Jugendliche weniger stoned

Auffällig war, dass die Jugendlichen sich bei der gleichen Menge THC weniger stoned fühlten als Erwachsene. Im akuten Rausch zeigten sie weniger Angstsymptome als Erwachsene und waren weniger beeinträchtigt, wenn es um das Gedächtnis ging. Hinzu kam, dass die Jugendlichen auch mehr Lust verspürten, noch mehr THC zu konsumieren.

Das Forschungsteam schlussfolgert, dass Jugendliche weniger sensibel auf Cannabis reagieren als Erwachsene. Dadurch würden Jugendliche aber auch stärker dem Risiko ausgesetzt sein, ihren Konsum fortzusetzen oder zu steigern. Erwachsene erleben hingegen häufiger negative Effekte, was eine Konsumsteigerung weniger wahrscheinlich macht.

Die Ergebnisse sollten nach Angaben des Forschungsteams aber mit Vorsicht genossen werden, da es sich um eine kleine Stichprobe handelt. Weitere Studien mit mehr Teilnehmern müssen die Ergebnisse erst noch bestätigen.


Quelle:
Mokrysz, C., Freeman, T. P., Korkki, S., Griffiths, K. & Curran, H. V. (2016). Are adolescents more vulnerable to the harmful effects of cannabis than adults? A placebo-controlled study in human males. Transl Psychiatry, 6, e961.

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