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14.11.2014

Schlechte Spermaqualität

Ab fünf Bier pro Woche geht’s bergab - mit den männlichen Keimzellen. Ein dänisches Forschungsteam hat herausgefunden, dass die Spermaqualität beim Mann schon bei vergleichsweise moderatem Alkoholkonsum abnimmt. Seine Zeugungsfähigkeit könnte dadurch beeinträchtigt sein.

Mann in Anzug hält seine Hände schützend vor seine Genitalien

Bild: BunnyHollywood / istockphoto.com

Ein Bier zum Feierabend, das kann so schlimm nicht sein, denkt sich der Mann. Für gesunde erwachsene Männer gelten 24 Gramm reiner Alkohol am Tag noch als risikoarm, sofern sie zwei Tage pro Woche alkoholfrei bleiben. Da ein Flasche Bier à 0,5 Liter etwa 19 Gramm Alkohol enthält, dürfte das Feierabendbier im Prinzip okay sein.

Die aktuellen Ergebnisse einer dänischen Studie lassen allerdings Zweifel aufkommen. Das Forschungsteam untersuchte 1.221 gesunde Männer im Alter zwischen 18 und 28 Jahren, die zur Musterung für den Wehrdienst antreten mussten. Im Rahmen der medizinischen Untersuchung baten sie die jungen Männer zur freiwilligen Abgabe einer Spermaprobe. Zudem machten die Teilnehmer Angaben zu ihrem Alkoholkonsum.

Anschließend wurde die Qualität der Spermien im Labor bestimmt. Hierzu werden die Anzahl an Spermien im Ejakulat sowie ihre Form und Beweglichkeit gemessen. Die Spermaqualität hat maßgeblichen Einfluss auf die Fruchtbarkeit des Mannes.

Wirkung des regelmäßigen Alkoholkonsums unterschätzt

Was nach Analyse der Daten zunächst nicht weiter verwundert: Je mehr Alkohol die Männer im Durchschnitt tranken, desto niedriger fiel die Spermaqualität aus. Durchaus verblüffend ist das Ergebnis, dass schon ab fünf Alkoholeinheiten, also beispielsweise fünf Gläser Bier à 0,3 Liter, eine verminderte Spermaqualität nachgewiesen werden konnte.

Ein besonders starker Effekt wurde bei den Männern festgestellt, die mehr als 25 Gläser Alkohol wöchentlich konsumierten. Teilnehmer, die sogar 40 Gläser Alkohol in der Woche zu sich nahmen, hatten ein Drittel weniger Spermien gegenüber denen, die weniger als fünf Gläser wöchentlich konsumierten.

Für das Rauschtrinken konnte das Forschungsteam hingegen keinen eigenständigen Effekt feststellen. Allerdings könnte dies auch auf Messprobleme zurückzuführen sein. Denn Männer mit einem hohen Durchschnittskonsum haben auch häufiger Rauschtrinken angegeben. Da lässt sich nicht mehr unterscheiden, ob die Spermaqualität eher durch den hohen Durchschnittskonsum oder das punktuelle Rauschtrinken beeinflusst wird.

Kausalität nicht nachgewiesen

Einschränkend ist zu erwähnen, dass die Art der Studie genau genommen keine Aussage über die Kausalität zulässt, also den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. So geben die Autorinnen und Autoren der Studie zu bedenken, dass der Lebensstil der Männer, die viel Alkohol trinken, generell ungesünder ist und sich dies entsprechend auf die Spermaqualität auswirken könnte. Bislang ist auch noch unklar, ob und in welchem Maße die Spermaqualität wieder zunimmt, wenn der Alkoholkonsum reduziert wird.

Das Forschungsteam schlussfolgert dennoch, dass die Studie angesichts des hohen Alkoholkonsums in der westlichen Welt und der Tatsache, dass die Spermaqualität bei jungen Männern abnimmt, wichtige Hinweise dafür liefern könne, dass zwischen dem Alkoholkonsum und der abnehmenden Spermaqualität ein ursächlicher Zusammenhang bestehen könnte. Denn die Studie sei die erste, die eine Dosis-Wirkungs-Beziehung auf der Basis eine großen Stichprobe und detaillierter Informationen über den Alkoholkonsum finden konnte.

Quelle:
Jensen, T. K., Gottschau, M., Madsen, J. O. B., Andersson, A. M., Lassen, T. H., Skakkebæk, N. E., Swan, S. H., Priskorn, L., Juul, A. & Jørgensen, N. (2014). Habitual alcohol consumption associated with reduced semen quality and changes in reproductive hormones; a cross-sectional study among 1221 young Danish men. BMJ open, 4(9), e005462.

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