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12.07.2002
Neuer Drogenschnelltest im Straßenverkehr
Drugwipe II, so nennt sich das Drogentestgerät, das die Größe eines Fieberthermometers hat. Brandenburg wird es als erstes Bundesland im Straßenverkehr flächendeckend einsetzten, um illegale Substanzen in kürzester Zeit nachzuweisen. Selbst geringste Spuren der Drogen Cannabis, Kokain, Opiate und Amphetamine können im Schweiß und im Speichel festgestellt werden; und zwar bis zu 12 Stunden nach dem Drogenkonsum. Der Test funktioniert sehr einfach: Mit einem kleinen weißen Saugvlies wird über die Haut gewischt und durch eine Verfärbung angezeigt, ob und welche Drogen konsumiert wurden. Das Testergebnis liegt innerhalb weniger Minuten vor.
Da die Testergebnisse mit dem Drugwipe vor Gericht nicht verwertbar sind, ist weiterhin eine Blutuntersuchung notwendig. Zeigt der Test also an, dass Drogen konsumiert wurden, muss der Autofahrer anschließend zur Blutentnahme.
Die Geräte werden an Polizisten aller Schutzbereiche und die Autobahnpolizei verteilt. Sollte sich das Gerät in einer Probezeit bewähren, wird es dauerhaft eingesetzt werden.
Laut Innenminister Schönbohm soll vor allem auf junge Autofahrer Druck ausgeübt werden, die häufig auf Partys Drogen nähmen. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss ist in den vergangenen Jahren in Brandenburg erheblich gestiegen. In diesem Jahr registrierte die Polizei bereits 11 Tote bei Drogenunfällen, im gesamten Jahr 2000 starben 4 Menschen bei solchen Unfällen.


