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19.06.2002
Kava-Kava aus dem Verkehr gezogen
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die Zulassungen von Kava- Kava und Kava-Kava-haltigen Produkten weitgehend wiederrufen. Lediglich homöopathische Mittel mit sehr niedriger Menge des Wurzelextraktes des südpazifischen Rauschpfeffers sind davon ausgenommen.
Der Wirkstoff Kavain kann auch synthetisch hergestellt werden und wird bei Angst- und Spannungszuständen sowie bei Depressionen und Erschöpfungszuständen eingesetzt.
Begründet wurde die Entscheidung mit den schweren Nebenwirkungen. Bei 40 Einzelfallberichten in Deutschland kam es in Zusammenhang mit Kava-Kava zu schwerwiegenden Leberschäden. In sechs Fällen sei es zu Leberversagen gekommen, so dass eine Lebertransplantation vorgenommen werden musste. Drei Patienten starben an den Folgen des Leberschadens.
Das höhere Risiko eines Leberschadens könne nicht durch den möglichen Nutzen aufgewogen werden, daher dürften die Arzneimittel ab sofort nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.


