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14.01.2003
Schlecht drauf nach Kokain
Was für Ecstasy gilt, das scheint wohl auch für Kokain zu stimmen. Der Konsum kann zwar kurzfristig angenehme Gefühle erzeugen, auf Dauer werden aber bestimmte Gehirnstrukturen zerstört, die für die gute Laune zuständig sind.
Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Michigan. Sie untersuchten die Gehirne von 35 verstorbenen Kokainabhängigen und stellten fest, dass genau die Regionen geschädigt waren, in denen Glücksgefühle und Motivation erzeugt werden. In diesen Regionen waren nur noch geringe Mengen Dopamin gefunden worden. Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff für das Wohlbefinden.
Kokain steigert zunächst die Aktivität von Dopamin. Dies führt allerdings zu einer Verringerung der Dopaminproduktion. Dauerhafter Konsum führt schließlich zum Absterben von Nervenzellen. Unklar ist, ob die Dopaminproduktion nach Kokain-Abstinenz wieder ein normales Level erreichen kann.
Little, K. Y., Krolewski, D. M., Zhang, L. and Cassin, B. J. (2003). Loss of Striatal Vesicular Monoamine Transporter Protein (VMAT2) in Human Cocaine Users. In: American Journal of Psychiatry, 160, 47-55.


