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16.12.2004
Rauchen mindert die Gehirnleistung
Manche Raucher und Raucherinnen zünden sich eine Zigarette an, wenn sie sich konzentrieren wollen, z. B. am Schreibtisch. Den Ergebnissen einer aktuellen Studie zufolge müssen sich Raucher und Raucherinnen aber langfristig auf eine Abnahme ihrer Hirnleistungen gefasst machen.
In einer schottischen Studie maßen Forscher den Intelligenzquotienten von 500 Teilnehmern und Teilnehmerinnen im Alter von 11 Jahren und dann erneut im Alter von 64 Jahren. Die Untersuchung ergab, dass neben dem Intelligenzquotienten in der Kindheit, der Schulbildung und der Berufstätigkeit auch das Rauchverhalten und die Lungenfunktion unabhängige Einflussfaktoren auf die geistige Leistungsfähigkeit im Alter sind.
Demnach gehen im Alter von 64 Jahren bei Berücksichtigung des IQ-Wertes in der Kindheit rund 6 Prozent der Unterschiede in der Hirnleistung auf Ausbildung und Beschäftigung zurück. Rauchen und eine geringere Lungenfunktion sind für etwa 4 Prozent der Schwankungen verantwortlich. „Zwar sind die negativen Auswirkungen für das einzelne Individuum relativ gering, aber auf der Bevölkerungsebene sind sie bedeutend“, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift „Addictive Behaviors“.
Quelle:
Originalliteratur:
Whalley, L. J., Fox, H. C., Deary, I. J. & Starr, J. M. (2004). Childhood IQ, smoking, and cognitive change from age 11 to 64 years. Addictive Behaviors, 30, 77-88. Abstract


