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21.06.2005
Politiker fordern Rauch- und Alkoholverbot in WM-Stadien
„Während der Fußball-WM sollte für den gesamten Stadionbereich ein Rauch- und Alkoholverbot erlassen werden“, so der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Klaus Kirschner (SPD). Bereits bei der letzten WM in Japan und Südkorea war das Rauchen in den Stadien verboten.
„Rauchen und Sport haben nichts miteinander zu tun. Unser Ziel sind möglichst viele rauchfreie Sportstätten“, sagt auch die Drogenbeauftragte der Unionsfraktion, Gerlinde Kaupa (CSU). Die WM sei die Gelegenheit, dies zu demonstrieren. Außerdem hätte ein Rauchverbot in den WM-Stadien Vorbildcharakter, besonders auf Kinder und Jugendliche einen positiven Einfluss, so die Drogenbeauftragte.
„Unter den westlichen Industrienationen hat Deutschland die rückständigste Tabakpolitik“, sagt Karl-Heinz Florenz (CDU), der Vorsitzende des Umweltausschusses im Europaparlament. „Ersparen wir uns die Peinlichkeit, unsere Gäste zu zwingen, in verqualmten Stadien zu sitzen und mit Kippen verdreckte Tribünen zu ertragen. Unsere zahlenden Besucher sollen einen fitten FC Deutschland erleben und keine Stinkbude.“
Das deutsche Organisationskomitee (OK) will jedoch trotz der Forderungen das Rauchen während der 64 Spiele gestatten. Es kündigte aber intensive Aufklärungsarbeit rund um die Stadien an. In einer Partnerschaft mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will das OK während der Dauer des WM-Turniers gegen das Rauchen mobil machen und beispielsweise mit Hinweisschildern in den Arenen auf die Gefahr der Nikotinsucht aufmerksam machen.
Quellen:
www2.onnachrichten.t-online.de
www.aerztezeitung.de
www.fussballportal.de


