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24.01.2005
Wer viel Alkohol trinkt, lebt mit einem höheren Schlaganfallrisiko
Die Menge des Alkohols, die man zu sich nimmt, habe deutlichen Einfluss auf das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, haben Wissenschaftler herausgefunden.
Das Team um Kenneth Mukamal von der Harvard Medical School in Boston untersuchte rund 38.000 Männer über 14 Jahre hinweg. Die Versuchsteilnehmer beantworteten alle vier Jahre einen Fragebogen zu Ernährung und Krankengeschichte. Außerdem gaben sie an, wie häufig, wie viel und welche Art von alkoholischen Getränken sie konsumierten.
Im Laufe der Studie erlitten 412 Männer einen Schlaganfall. Entscheidenden Einfluss auf das Schlaganfallrisiko hatte neben der Trinkmenge vor allem das Trinkverhalten. Sind es mehr als 30 Gramm reinen Alkohol am Tag, haben die Betroffenen ein um 42 Prozent höheres Schlaganfallrisiko als Abstinenzler. Sind es jeden zweiten Tag rund 20 Gramm, ist das Risiko aber um 32 Prozent geringer als das von Abstinenzlern. 20 Gramm Alkohol sind zum Beispiel in einem halben Liter Bier enthalten.
Obwohl gemäßigtes Trinken nicht unbedingt das Risiko eines Schlaganfalls erhöhe, ist es nicht eindeutig bewiesen, dass es das Risiko verringere, sagt Mukamal. „Niemand sollte wegen unserer Ergebnisse anfangen zu trinken”, betont der Mediziner. „Personen, die mehr als die empfohlene Menge trinken, haben vielmehr gute Gründe damit aufzuhören.“


