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24.03.2005
Marihuana kann Risiko psychotischer Symptome verdoppeln
Schon lange bestehen Vermutungen, dass regelmäßiger Cannabiskonsum zu einer Psychose führen kann. Nun erbrachte eine Langzeitstudie den Nachweis, dass Personen mit täglichem Gebrauch von Cannabis 1,6- bis 1,8-mal höhere Raten psychotischer Symptome aufweisen.
Dr. David Fergusson und sein Team von der University of Otago in Neuseeland begleiteten 1.265 Kinder über einen Zeitraum von 25 Jahren. Sie wurden vom Zeitpunkt ihrer Geburt bis zum 25. Lebensjahr in regelmäßigen Abständen zu ihrem Cannabiskonsum und dem Auftreten psychotischer Symptome interviewt.
Im Vergleich zu Personen ohne Cannabiserfahrungen wurden bei täglichen Konsumenten und Konsumentinnen 1,6- bis 1,8-mal höhere Raten psychotischer Symptome festgestellt. Die Forscher untersuchten auch die Ursache-Wirkung-Beziehung: Ist es eher der Drogenkonsum, der zum Auftreten psychotischer Symptome führt oder verstärken geistige Krankheiten wie zum Beispiel Schizophrenie den Drogenkonsum? Durch spezielle statistische Verfahren ließ sich nachweisen, dass es eher der Cannabiskonsum ist, der zur Psychose führt, als umgekehrt.
Die Forscher schlussfolgern, dass das Ergebnis ihrer Studie "eindeutig dafür spricht, dass der Gebrauch von Cannabis, vor allem starker Konsum, die zugrunde liegende Chemie des Gehirns verändern und den Beginn einer Psychose oder psychotischer Symptome bei vulnerablen (anfälligen) Personen auslösen kann."


