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26.04.2005
Rauchen schadet auch der übernächsten Generation
Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen, gefährden nicht nur die Gesundheit ihres Kindes. Sie können dadurch auch bei ihren Enkeln Asthma auslösen.
Eine amerikanische Forschergruppe unter der Leitung von Frank Gilliland untersuchte 338 Kinder, bei denen bis zum fünften Lebensjahr Asthma diagnostiziert wurde. Zum Vergleich wurden 570 gesunde Kinder mit in die Studie einbezogen. Hierbei interessierte die Forscher besonders das Rauchverhalten der Eltern und Großeltern.
Raucht eine Frau während ihrer Schwangerschaft, so ist das Asthmarisiko ihres Kindes 1,5-mal höher als bei Kindern von Nichtraucherinnen. Kinder, deren Großmütter während der Schwangerschaft rauchten, verfügten durchschnittlich sogar über ein 2,1-mal höheres Risiko, an Asthma zu erkranken. Auch wenn die Mutter nicht rauchte, war das Risiko 1,8-mal höher. Bei Kindern, deren Mutter und Großmutter während der Schwangerschaft rauchten, erhöhte sich das Risiko um das 2,6-fache.
Die schädliche Wirkung des Tabaks kann also über Generationen weitergegeben werden, auch wenn bei den direkten Nachkommen keine Schäden erkennbar sind. „Diese Resultate lassen vermuten, dass das Rauchen einen längerfristigen Effekt auf die Gesundheit von Familien hat, als wir es je vermutet hätten“, sagt Frank Gilliland. Ob diese Effekte auf Genveränderungen zurückzuführen sind, die vererbt werden oder andere Faktoren wie die Weitergabe von Stresshormonen oder Immunzellen an den Fötus ursächlich sind, ist noch unklar.


