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26.07.2005
Gehirne von Opiatabhängigen altern schneller
Britische Forscher haben herausgefunden, dass bereits junge Opiatkonsumenten Gehirnschäden aufweisen. Diese Veränderungen des Gehirns sind einem frühen Alzheimer-Stadium ähnlich.
Die Studie zeigt, dass Heroin oder Methadon konsumierende Jugendliche ein dreifach höheres Risiko haben, einen Hirnschaden zu erleiden, als nicht opiat-konsumierende Altersgenossen. Beschädigt werden vor allem Teile des Gehirns, die für das Gedächtnis, das Lernen, die Erinnerungsfähigkeit und das Wohlbefinden zuständig sind.
Untersucht wurden die autopsierten, also nach dem Tod entnommenen Gehirne von 34 Opiatabhängigen, die regelmäßig intravenös Heroin konsumiert hatten. Zur Kontrolle wurden die Gehirne von 16 Personen untersucht, die plötzlich gestorben waren, aber keine Erfahrungen mit Opiaten hatten. Das durchschnittliche Alter beider Gruppen betrug 26 Jahre.
„In einer vorangegangenen Studie konnten wir feststellen, dass der Drogenmissbrauch eine leichte Entzündung des Gehirns hervorruft. Zusammen mit den neuen Erkenntnissen können wir nun davon ausgehen, dass der intravenöse Opiatkonsum ein frühzeitiges Altern des Gehirns auslöst“, folgert Studienleiterin Jeanne Bell.


