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31.03.2006
Drei Joints entsprechen einer Schachtel Zigaretten
„Rauchen verursacht Lungenkrebs“ - Raucherinnen und Raucher kennen diese Warnhinweise von ihrer Zigarettenpackung. Einer französischen Studie zufolge gelten die Risiken des Zigarettenrauchens auch für das Rauchen von Cannabis. Demnach ist der Rauch eines Joints sogar deutlich schädlicher als der einer Zigarette.
In der Studie, die im Auftrag der französischen Verbraucherzeitschrift „60 millions de consommateurs“ durchgeführt wurde, verglich das Forschungsteam die Schadstoffwerte von insgesamt 280 selbstgedrehten Haschisch- oder Marihuana-Joints und einer gängigen Zigarettensorte mit Hilfe einer Rauchmaschine, die normalerweise in amtlichen Schadstofftests für Zigaretten zum Einsatz kommt.
Die Ergebnisse fielen eindeutig aus: Ihnen zufolge enthält ein durchschnittlicher Joint bis zu siebenmal mehr Kohlenmonoxid und Teer als eine gängige Zigarette, was die Forscherinnen und Forscher auf die einfache Formel „3 Joints = 1 Packung Zigaretten“ brachte. Wer täglich drei Joints raucht, hat somit dasselbe Risiko an Krebs und Herz-Lungen-Leiden zu erkranken, wie Raucherinnen oder Raucher, die täglich eine Schachtel Zigaretten verqualmen. Die Werte für Benzol und Toluol - beides Stoffe, die ebenfalls in Benzin enthalten sind - liegen ebenfalls zwei- bzw. dreimal höher als in Zigaretten.
Pur gedrehte „Tüten“, denen kein Tabak beigemengt war, enthielten ebenfalls mehr Teer und Kohlenmonoxid als eine Vergleichszigarette. Auch bei der Verwendung eines Pappfilters lagen die entsprechenden Schadstoffwerte deutlich höher.
Quellen:
www.lemonde.fr


