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Warum nimmt Alexander Shulgin Drogen?
Man muss sich den in Kalifornien/USA lebenden Alexander Shulgin als einen etwas schrulligen Menschen vorstellen, denn er ist ein Chemiker, der alle seine synthetisierten Drogen erst mal an sich selber ausprobiert hat: Er war auf der Suche nach einem therapeutischen Medikament, das sich zur Unterstützung einer Psychotherapie eignet. Er untersuchte insbesondere eine Substanzgruppe, die sich Phenethylamine nennt. Auch MDMA gehört zu dieser Gruppe.
1965 hat er MDMA daher wieder synthetisiert und es - selbstverständlich nach vorherigem Selbsttest - an einen befreundeten Psychiater weiter gegeben. Wenig später hat sich MDMA in der damals experimentierfreudigen kalifornischen Therapie-Szene verbreitet. Die Droge wurde als „Heart-opener“ (Herzöffner) bezeichnet, weil es den Patientinnen und Patienten - mit Unterstützung der Therapeutin bzw. des Therapeuten - einen leichteren Zugang zu ihren Gefühlen und inneren Konflikten ermöglichte.


