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Drugcom: Aktuelles: Viele Kiffer sind nikotinabhängig und trinken zu viel

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26.01.2018

Viele Kiffer sind nikotinabhängig und trinken zu viel

Eine Längsschnittstudie aus den USA zeigt auf: Wer regelmäßig kifft, hat meist noch andere Laster.

Mann auf Sofa kifft und hält Bierflasche in der Hand

Bild: Saimen / photocase.de

Kiffen kann abhängig machen. Das ist klar. Vor allem, wenn der Einstieg schon im Jugendalter erfolgt. Stellt sich die Frage, welche langfristigen Auswirkungen regelmäßiges Kiffen auf die psychische Gesundheit hat. Ein Forschungsteam aus den USA ist dieser Frage mit Hilfe einer Längsschnittstudie auf den Grund gegangen. 808 Personen waren daran beteiligt.

Die Teilnehmenden waren 14 Jahre alt, als sie zum ersten Mal interviewt wurden. Bis zum Ende der Schulzeit wurden sie jährlich zu weiteren Interviews gebeten, danach im Abstand von drei Jahren. Die letzte Befragung erfolgte im Alter von 33 Jahren. Die Studie hat somit eine lange Zeitspanne von der Jugend bis ins Erwachsenenalter abgedeckt.

Unter den Teilnehmenden gab es Personen, die schon als Jugendliche regelmäßig, also mindestens wöchentlich gekifft haben und dieses Konsummuster auch als Erwachsene fortsetzten. Andere haben erst als Erwachsene einen regelmäßigen Konsum aufgegriffen. Es gab auch Teilnehmende, die es beim experimentellen Konsum in der Jugend belassen haben oder die nur unregelmäßig kifften. Schließlich gab es auch eine Gruppe von Teilnehmenden, die nie einen Joint angerührt haben.

Psychische Gesundheit im Alter von 33 Jahren

In den Interviews fragte das Forschungsteam nach dem Tabak- und Alkoholkonsum, nach Angstsymptomen sowie nach Anzeichen einer Depression. Die entscheidende Frage war: Wie wirken sich unterschiedliche Konsummuster auf die psychische Gesundheit im Alter von 33 Jahren aus?

Mit Ausnahme der jugendlichen Experimentierer zeigten alle Cannabiskonsumierenden im Vergleich zu abstinenten Personen mehr Symptome einer Nikotinabhängigkeit, mehr Anzeichen eines problematischen Alkoholkonsums und litten häufiger unter einer Angststörung. Nur für Depressionen ließ sich kein Zusammenhang nachweisen, was sich auch schon in früheren Studien abgezeichnet hat.

Es bleibt jedoch unklar, warum es keinen Unterschied macht, ob die Teilnehmenden schon als Jugendliche oder erst als Erwachsene in den Konsum eingestiegen sind. Denn andere Studien haben den frühen Einstieg in den Cannabiskonsum mit höheren gesundheitlichen Risiken und eine niedrigere Lebensqualität in Zusammenhang gebracht.

Das Forschungsteam interpretiert seine Studie als Beleg dafür, dass Cannabis alles andere als ein harmloser Zeitvertreib ist, auch für Erwachsene. Diese Botschaft gelte es nach Ansicht von Studienleiterin Katarina Guttmannova und ihrem Team in der Prävention zu betonen, zumal es in den USA immer mehr Staaten gibt, die den Freizeitkonsum legalisieren.


Quelle:
Guttmannova, K., Kosterman, R., White, H. R., Bailey, J. A., Lee, J. O., Epstein, M., Jones, T. M. & Hawkins, J. D. (2017). The association between regular marijuana use and adult mental health outcomes. Drug and Alcohol Dependence, 179, 109-116.

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