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Drugcom: Aktuelles: Cannabis länger nachweisbar als bislang gedacht

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22.05.2015

Cannabis länger nachweisbar als bislang gedacht

Ein Forschungsteam in Australien hat herausgefunden, dass der Abbau von Cannabis bei manchen Konsumierenden vergleichsweise langsam verläuft. Der THC-Wert im Blut kann trotz Abstinenz nach ein paar Tagen sogar steigen.

Vorausfahrendes Polizeitauto mit Laufschrift "Bitte folgen" auf dem Dach.

„Schönen guten Tag, haben Sie Drogen genommen?“ Als Dani hinterm Steuer sitzend von der Polizei kontrolliert wurde, war sie sich sicher, dass ein Test negativ bei ihr ausfallen würde. Der letzte Joint sei schließlich schon mehreren Stunden her gewesen. Doch das Ergebnis der Urinprobe war positiv. Der Führerschein war dann erst mal weg.

Was Dani wie auch viele andere Cannabiskonsumierende oftmals unterschätzen, ist die lange Nachweisbarkeit des Cannabiswirkstoffs THC und seiner Abbauprodukte. Wie lange der Nachweis möglich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Ein australisches Forschungsteam um Studienleiter Morris Odell hat nun in einer Studie zeigen können, dass bei besonders starken Kiffern der Nachweis von Cannabis länger möglich ist, als man bislang gedacht hat.

Sieben Tage Abstinenz

An der Studie waren 21 Cannabisabhängige beteiligt, die an einem stationären Entzugsprogramm teilgenommen haben. An sieben aufeinanderfolgenden Tagen sollten sie täglich Proben von Blut, Urin und Speichel abgeben. Wichtige Voraussetzung war die Konsumabstinenz in dieser Zeit. Denn schließlich sollte getestet werden, wie lange THC und seine Abbauprodukte nach dem letzten Konsum nachgewiesen werden können.

Von den 21 Teilnehmenden hielten jedoch nur elf die sieben Tage durch. Die meisten von ihnen schafften es einfach nicht, konsumfrei zu bleiben. Von anderen lagen keine vollständigen Proben in diesem Zeitraum vor.

Schwankende THC-Werte im Blut

Bisher ging man davon aus, dass die THC-Konzentration im Blut nach dem letzten Konsum schnell auf eine Restmenge von etwa zwei bis drei Nanogramm pro Milliliter abfällt und dann langsam weiter abgebaut wird. Dies scheint aber nicht immer der Fall zu sein. Denn neben diesem typischen Profil fanden die Forscher bei einigen Teilnehmenden selbst am siebten Tag nach dem letzten Konsum Konzentrationen von bis zu vier Nanogramm THC pro Milliliter im Blut. Es gab sogar Verläufe, bei denen die Werte nach mehreren Tagen wieder kurz anstiegen. Dies scheint bei starken Kiffern nicht untypisch zu sein, wie sich auch in einer früheren Studie gezeigt hat. Heimlicher Konsum konnte mit Speichelproben ausgeschlossen werden.

Über die Gründe für die Schwankungen kann das Forschungsteam nur spekulieren, zumal sie keine Angaben dazu gesammelt haben, was die Teilnehmenden während des Entzugsprogramms gemacht haben. Bekannt sei aber, dass THC sich in den Fettzellen des Körpers ansammelt und unter bestimmten Umständen von dort wieder ins Blut freigesetzt wird. Als mögliche Gründe für die Freisetzung nennen die Forscher sportliche Aktivität oder Massagen. Tatsächlich haben frühere Studien zeigen können, dass der Nachweis von THC im Blut durch Sport, aber auch durch Diäten noch nach längerer Zeit möglich ist.

Quelle:
Odell, M. S., Frei, M. Y., Gerostamoulos, D., Chu, M. & Lubman, D. (2015). Residual cannabis levels in blood, urine and oral fluid following heavy cannabis use. Forensic Science International, 249, 173-180.

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