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18.05.2018

Moderater Alkoholkonsum ist nicht gesund

Von wegen gesund. Schon moderate Mengen Alkohol können schädlich sein, wenn sie regelmäßig getrunken werden. Den Ergebnissen einer aktuellen Studie zufolge müssten die Grenzen für risikoarmen Konsum in vielen Ländern gesenkt werden.

Mann hält eine Flasche hoch, auf einer Tafel sind Tropfen gemalt, die aus der Flasche zu kommen scheinen

Bild: David-W- / photocase.de

Wie viel ist zu viel? Diese scheinbar einfache Frage beschäftigt Forschende in der ganzen Welt schon seit Langem. Schließlich gehört Alkohol als legale Droge in vielen Gesellschaften zum alltäglichen Leben dazu. Der moderate Konsum von Alkohol soll sogar gesund sein, heißt es. Diese Behauptung geht zurück auf Studien, denen zufolge sich ein bis zwei Gläser am Tag positiv auf die Herzgesundheit auswirken würden.

Doch eine neue Studie stellt die vermeintlich gesundheitsförderliche Wirkung moderaten Alkoholkonsums infrage. Gleichzeitig streicht sie heraus, wie schädlich vor allem übermäßiger Alkoholkonsum ist. In der Studie hat ein internationales Forschungsteam 83 Langzeitstudien aus 19 wohlhabenden Ländern zu einer großen Stichprobe zusammengefasst. Die Auswertungen machen deutlich, dass die Wahrscheinlichkeit für zahlreiche Herz-Kreislauferkrankungen mit der Menge regelmäßig getrunkenen Alkohols zunimmt.

Ab etwa 100 Gramm pro Woche nimmt die Lebenserwartung ab

Das Forschungsteam hat errechnet, dass sich mehr als 100 Gramm Reinalkohol pro Woche lebensverkürzend auswirken. Die Grenze liegt somit bei etwa 8-10 Standardgläsern Alkohol pro Woche. Ein Standardglas enthält beispielsweise 0,25 l Bier oder 0,1 l Wein. Mit zunehmendem Alkoholkonsum steigt das Sterberisiko aufgrund von Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt oder einem Riss in der Hauptschlagader.

Wer über einen längeren Zeitraum mehr als 200 Gramm Reinalkohol pro Woche trinkt, hat mit einer um ein bis zwei Jahre verkürzten Lebenserwartung zu rechnen. Bei mehr als 350 Gramm Reinalkohol pro Woche verkürzt sich das Leben um durchschnittlich vier bis fünf Jahre.

Reduzierung des Alkoholkonsums lohnt immer

Für nicht-tödliche Herzinfarkte hat sich bei moderatem Konsum gegenüber der Abstinenz zwar ein etwas niedrigeres Risiko ergeben. Dieser vermeintlich positive Effekt von Alkohol müsse aber im Kontext der Gesamtrisiken durch Alkohol gesehen werden, die mit einer verkürzten Lebenserwartung in Zusammenhang stehen. So konnte das Forschungsteam keine Grenze festlegen, ab der ein reduzierter Konsum keine gesundheitlichen Vorteile mehr hat. Eine Reduzierung des Konsums sei daher immer lohnenswert, erklärt Studienleiterin Angela Wood.

Die Autorinnen und Autoren erläutern weiterhin, dass in vielen Ländern deutlich höhere Grenzen als 100 Gramm Reinalkohol pro Woche noch als risikoarm gelten. So werden in den USA für Männer noch 196 Gramm pro Woche als risikoarmer Konsum bezeichnet. Die Richtwerte in Italien, Portugal und Spanien würden sogar noch darüber liegen.

Grenzwerte sind keine Empfehlung fürs Alkoholtrinken

Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungszentrum und Mitautor der Studie will zudem ein verbreitetes Missverständnis ausräumen: „Die Obergrenze ist kein Ziel, das man mit seinem Trinkverhalten anpeilen sollte. Sie darf keinesfalls als Empfehlung missverstanden werden, wöchentlich diese Alkoholmenge zu konsumieren."

Die Richtwerte für risikoarmen Konsum in Deutschland liegen für Männer bei maximal 24 Gramm Alkohol am Tag und für Frauen bei höchstens 12 Gramm täglich. Um die Gewöhnung zu vermeiden wird empfohlen, an zwei Tagen pro Woche alkoholfrei zu bleiben. Für deutsche Männer könnten die Empfehlungen somit noch ein bisschen gesenkt werden, die Empfehlung für Frauen liegt noch unterhalb der von Wood und ihrem Team ermittelten Grenze von 100 Gramm pro Woche.

Quellen:

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