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27.03.2015

Alkohol und Cannabis im Straßenverkehr: Eine gefährliche Mischung

Alkohol beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit, Cannabis ebenso. Doch wie verhält es sich, wenn beides zusammen konsumiert wird?

Crash mit zwei Autos

Bild: © Thaut Images / Fotolia.com

Alkohol spielt in neun von zehn Unfällen, in denen Personen unter dem Einfluss berauschender Mittel sind, eine Rolle. Auch Cannabis erhöht das Crashrisiko nachweislich um ein Vielfaches. Wie sich der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Cannabis auswirken können, hat nun ein kanadisches Forschungsteam untersucht.

Auf der Grundlage US-amerikanischer Daten haben Sacha Dubois und sein Team alle Fälle schwerer Verkehrsunfälle mit Todesfolge untersucht, die sich in den Jahren 1991 bis 2008 eignet haben. Sie haben jedoch nur die Daten von den rund 150.000 Autofahrern und -fahrerinnen einbezogen, die nach dem Unfall sowohl auf Alkohol als auch auf Cannabis im Blut getestet wurden.

Rund 58.000 Personen, also mehr als ein Drittel der Unfallbeteiligten, standen unter dem Einfluss von Alkohol. Davon hatten über 4.300 Personen zusätzlich Cannabis im Blut. Bei rund 3.400 Personen wurde nur Cannabis nachgewiesen. 87.000 Personen hatten weder Cannabis noch Alkohol im Blut.

Das Forschungsteam hat überprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen der Art der nachgewiesenen Substanzen und riskantem Fahrverhalten gibt. Dazu wurde die Vorgeschichte jedes Unfallbeteiligten auf Anzeichen von riskantem Fahren untersucht. Darunter fallen beispielsweise frühere Unfälle, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Führerscheinentzug.

Cannabis erhöht Crashrisiko um 16 Prozent

Auffällig war, dass sowohl Cannabiskonsum als auch die Kombination von Alkohol und Cannabis über die Jahre hinweg immer häufiger nachgewiesen wurden. In der Berechnung wurde auch berücksichtigt, dass die Anzahl durchgeführter Drogentests zugenommen hat. Wie erwartet zeigten die Ergebnisse, dass Alkohol die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt und zwar in direkter Abhängigkeit von der Alkoholmenge. Über alle Gruppen hinweg, ganz gleich, ob Männer oder Frauen, jung oder alt, nimmt das Ausmaß des riskanten Fahrverhaltens mit Anstieg der getesteten Alkoholmenge zu.

Auch das Kiffen konnte mit einem riskanten Fahrverhalten in Zusammenhang gebracht werden. Personen, bei denen nur Cannabis im Blut nachgewiesen wurde, hatten eine 16 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für eine riskante Fahrweise als Personen, die weder Alkohol noch Cannabis im Blut hatten. Soweit entsprechen die Ergebnisse den Erwartungen.

Schon kleine Mengen Alkohol gefährlich

Brisant sind aber die Ergebnisse zum Mischkonsum: Schon bei geringen Mengen Alkohol wird der negative Effekt auf die Fahrtüchtigkeit deutlich verstärkt, wenn Cannabiskonsum hinzukommt. Bei größeren Alkoholmengen dominiert der Alkoholkonsum ohnehin das Geschehen, aber wenn zum Joint noch ein, zwei „Bierchen“ getrunken werden, kann das fatale und meist völlig unterschätzte Auswirkungen haben, wenn man sich ans Steuer setzt. Selbst bei Alkoholmengen, die unterhalb der gesetzlich erlaubten 0,3 Promille liegen, ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlern beim Fahren deutlich größer, wenn zusätzlich gekifft wird.

Quellen:

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