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Drugcom: Aktuelles: "Bier auf Wein, das lass sein." Ist da was dran?

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27.02.2019

"Bier auf Wein, das lass sein." Ist da was dran?

Hängt das Ausmaß des Katers davon ab, in welcher Reihenfolge Alkohol getrunken wird? An der Universität Witten/Herdecke wurde eine alte „Volksweisheit“ aufwändig auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft.

Mann übergibt sich kopfüber in einer Kloschüssel

Bild: igor / Fotolia.com

„Bier auf Wein, das lass sein“ und „Wein auf Bier, das rat ich dir“, sagt der Volksmund. Ähnliche Aussagen finden sich auch in anderen Sprachen. Könnte vielleicht ein Fünkchen Wahrheit darin stecken? Spielt es für den Kater am Tag danach womöglich eine Rolle, welche alkoholischen Getränke in welcher Reihenfolge getrunken wurden? Studienleiter Kai Hensel und sein Team wollten „der Ungewissheit ein Ende bereiten“, wie sie sagen, und haben 90 Studierende zu einem wissenschaftlich kontrollierten Saufgelage eingeladen.

Experimenteller Gruppenvergleich bei 1,1 Promille

Die Teilnehmenden wurden auf drei Gruppen aufgeteilt. Alle drei Gruppen bekamen reichlich Alkohol zu trinken. Angezielt wurden 1,1 Promille, Rauschstadium also. Eine Gruppe begann mit Bier, bis sie 0,5 Promille erreichte und wechselte dann zu Wein. Die zweite Gruppe begann erst mit Wein und schwenkte dann auf Bier um. Eine Woche später wurde der Versuch wiederholt und die Reihenfolge der alkoholischen Getränke umgekehrt. Die Teilnehmenden bildeten somit ihre eigene Kontrollgruppe.

Die Personen einer dritten Gruppe bekamen entweder nur Wein oder nur Bier zu trinken und wechselten ihr Getränk erst im zweiten Durchlauf eine Woche später. Die Teilnehmenden aller drei Gruppen waren in jedem Falle ordentlich betrunken, manche mussten sich sogar übergeben. Die entscheidende Frage war: Wie stark ist der Kater am nächsten Tag?

Um andere Einflussmöglichkeiten ausschließen zu können, mussten die Teilnehmenden über Nacht in der Uni bleiben. Vor dem Zubettgehen erhielt jeder der Teilnehmenden genau 6 Milliliter gekühltes Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Schlafdauer und Raumtemperatur wurden ebenfalls streng kontrolliert. Die Stärke des Katers wurde am nächsten Morgen mit Hilfe eines standardisierten Katerfragebogens ermittelt, der so genannten Acute Hangover Scale. Erfasst wurden Müdigkeit, Durstgefühl, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen, erhöhter Herzschlag und Appetitlosigkeit.

Keine Unterschiede bei Katersymptomen

Der Gruppenvergleich machte deutlich: Keine Gruppe unterschied sich bedeutsam hinsichtlich der untersuchten Katersymptome. Es spielte keine Rolle, ob die Teilnehmenden erst Bier tranken, bevor sie auf Wein umschwenkten oder umgekehrt. Auch wenn sie bei einer Sorte Alkohol blieben, war der Kater weder stärker noch schwächer ausgeprägt. Allerdings zeigten Frauen eine Tendenz zu etwas stärkeren Katersymptomen als Männer. Was aber durchaus mit dem Kater in Zusammenhang stand war das subjektive Wohlbefinden oder vielmehr das Ausmaß des Unwohlseins vor dem Schlafengehen.

„Die Wahrheit ist, dass jedes alkoholische Getränk im Übermaß getrunken wahrscheinlich zu einem Kater führen wird“, erklärt Erstautor Jöran Köchling. „Die einzige zuverlässige Möglichkeit, vorherzusagen, wie schlecht es dir am nächsten Tag gehen wird, ist, wie betrunken du dich fühlst und ob dir übel ist."

Kai Hensel fügt hinzu, dass ein Kater auch als schützendes Warnsignal zu verstehen sei, um das eigene Verhalten zu ändern, sprich: In Zukunft weniger Alkohol zu trinken. Allerdings konnte in einer früheren Studie auch nachgewiesen werden, dass der Lerneffekt eher gering ist und die meisten Menschen einen Kater meist als lästigen Nebeneffekt billigend in Kauf nehmen, anstatt auf Rauschtrinken zu verzichten.

Quellen:

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