Drugcom: Aktuelles: Tödliche Wechselwirkungen bei Partydrogen und HIV-Medikamenten

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09.02.2006

Tödliche Wechselwirkungen bei Partydrogen und HIV-Medikamenten

Der gleichzeitige Konsum von Partydrogen wie Ecstasy oder Amphetamine und Medikamente gegen HIV können gefährliche, manchmal sogar lebensbedrohliche Wechselwirkungen haben. Darauf hat Dr. med. Jörg Gölz auf den 11. Münchner AIDS-Tagen (3. - 5. Februar 2006) hingewiesen.

Ein 32-Jähriger HIV-positiver ecstasyerfahrener Mann starb in einem Club nach zweieinhalb Tabletten Ecstasy (ungefähr 180 mg MDMA) an Herz-Kreislaufversagen. Eine Untersuchung ergab, dass er ungefähr die 10-fach erhöhte Dosis MDMA im Blut aufwies, als die eingenommene Menge vermuten ließ. Der Mann wurde im Rahmen einer HIV-Therapie zwei Wochen zuvor auf Ritonavir umgestellt. Ritonavir (Handelsname Norvir®) hemmt unter anderem ein Enzym, das MDMA abbaut. Bei dem in der Fachzeitschrift The Lancet beschrieben Fall, kam allerdings erschwerend hinzu, dass der Mann aufgrund von starkem Alkoholkonsum in der Vergangenheit eine eingeschränkte Leberfunktion hatte.

Ritonavir und andere Wirkstoffe, die bei einer antiretroviralen Therapie (ART) gegen HIV eingesetzt werden, haben viele gefährliche Wechselwirkungen mit Drogen, was oft falsch eingeschätzt würde, so Dr. Gölz. Diese Wirkstoffe erhöhen in Kombination mit Partydrogen die Konzentrationen der Neurotransmitter (Nervenbotenstoffe) Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Werden zusätzlich Partydrogen wie Ecstasy eingenommen, die ebenfalls auf die Erhöhung dieser Neurotransmitter abzielen, dann komme es zu vielfach verstärkten Wirkungen. Statt besserer Kontaktfähigkeit, körperlichem Wohlbefinden und gesteigerter sexueller Lust würden die Konsumierenden dann häufig Angstzustände, Aggressivität oder Depressivität mit manchmal lebensbedrohlichen Folgen erleben.

Mehr Informationen zu Wechselwirkungen von HIV-Medikamenten und Drogen:
www.hiv-facts.net
www.aidshilfe.de

Quellen:

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