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Drugcom: Aktuelles: 41 Prozent höheres Psychoserisiko bei Cannabiskonsum

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10.08.2007

41 Prozent höheres Psychoserisiko bei Cannabiskonsum

Cannabis und Psychose - ob und wie beides miteinander zusammenhängt, das ist Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten. Ein Forschungsteam der Universität Bristol in Großbritannien kann diese Frage zwar ebenfalls nicht abschließend beantworten, es kommt allerdings aufgrund einer Meta-Analyse zu der Feststellung, dass Cannabiskonsumierende mit einer Wahrscheinlichkeit von 41 Prozent eher an einer Psychose erkranken als abstinente Personen.

Das britische Forschungsteam um Studienleiter Stanley Zammit analysierte 35 Studien zu Drogen und geistiger Gesundheit, womit es die bislang umfangreichste Studie zu dieser Fragestellung vornahm. Personen, die bereits zu Beginn psychiatrisch auffällig waren, wurden von der Auswertung ausgeschlossen. Damit wollten sie einem wesentlichen Einwand begegnen, nachdem nicht der Cannabiskonsum die Psychose auslöst, sondern umgekehrt einige Menschen aufgrund ihrer psychischen Anfälligkeit eher zu Drogen greifen.

Zwar können auch Zammit und sein Team den Einwand letztlich nicht ganz ausschließen, die Zahlen sind indes eindeutig: Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Cannabiskonsumierende ein um 41 Prozent höheres Risiko für die Ausbildung psychotischer Symptome wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen haben als abstinente Personen. Das Risiko steigt, je intensiver der Konsum ist. Da in Großbritannien etwa 40 Prozent der jungen Erwachsenen schon einmal Cannabis konsumiert haben, nehmen sie an, dass es bei rund 14 Prozent der psychotischen Erkrankungen eine Rolle spielt.

Cannabis ist in Großbritannien derzeit eine Droge der Klasse C. 2004 wurde es von B auf C umgruppiert. Das bedeutet, dass der Besitz meist nicht zu einer Verhaftung führt. Medienberichten zufolge kündigte Premierminister Gordon Brown vor kurzem an, dass eine erneute Klassifizierung auf die Gruppe B überlegt wird. Auslöser dafür war, dass immer wirksamere Cannabis-Formen auf den Markt kommen würden, die eine höhere Gesundheitsgefahr besonders für junge Menschen darstellen würden.

Siehe auch:
„Cannabis fördert Ausbruch von Schizophrenie“ (Meldung vom 03.11.2006)
„Marihuana kann Risiko psychotischer Symptome verdoppeln“ (Meldung vom 24.03.2005)

Quellen:
Moore, T., Zammit, S., Lingfort-Huges, A., Barnes, T., Jones, P., Burke, M. & Lewis, G. (2007). Cannabis use and risk of psychotic or affective mental health outcomes: a systematic review. The Lancet, 370, 319-328. Abstract
Deutsches Ärzteblatt
Pressemitteilung
BBC News


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