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Drugcom: Aktuelles: Langzeitkiffer machen unter Belastung schlapp

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11.01.2008

Langzeitkiffer machen unter Belastung schlapp

Die Auswirkungen des Cannabiskonsums auf Hirnleistungen wie Lernen und Gedächtnis sind vielfach untersucht worden. Vor allem der akute Einfluss von Cannabis macht sich beispielsweise in einer verzögerten Reaktionszeit und Erinnerungsproblemen bemerkbar. Doch welche Auswirkungen lassen sich für den praktischen Arbeitsalltag ausmachen, wenn Beschäftigte regelmäßig kiffen? Dieser Frage ist ein britisches Forschungsteam nachgegangen und hat ihre Ergebnisse im Fachmagazin Journal of Psychopharmacology veröffentlicht.

Um den Effekt von regelmäßigem Kiffen auf den Arbeitsalltag untersuchen zu können, haben britische Forscherinnen und Forschern eine Gruppe von 34 langjährig Cannabiskonsumierenden mit einer Kontrollgruppe verglichen. Letztere umfasste 85 Personen, die zumindest in den letzten 12 Monaten kein Cannabis konsumiert hatten. Alle Untersuchungspersonen waren zwischen 18 und 37 Jahren alt und berufstätig.

Die Probandinnen und Probanden wurden mit einer ganzen Batterie psychologischer Tests durchgecheckt, bei der Aufmerksamkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Gedächtnis überprüft wurden. Zudem mussten die Untersuchungspersonen ihre aktuelle Stimmungslage bewerten. Die Tests und Fragebögen wurden eine Woche lang - von Montag bis Freitag - jeweils direkt vor der Arbeit und sofort nach Arbeitsschluss durchgeführt. Nach der Arbeit mussten die Befragten zudem einschätzen, wie der Arbeitstag verlaufen ist, also ob sie sich konzentrieren konnten und ob ihnen Fehler unterlaufen sind.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Cannabiskonsumierenden sich sowohl bei den einfachen Tests zur Reaktionsgeschwindigkeit als auch bei der Selbsteinschätzung der eigenen Arbeitsleistungen nicht von den Personen der Kontrollgruppe unterscheiden. Bei näherer Betrachtung hingegen werden Leistungsdefizite bei den Kiffern offenbar.

So zeigten sich am Montagmorgen vor Arbeitsbeginn bei denjenigen unter den Cannabiskonsumierenden, die noch am Sonntag zum Joint gegriffen haben, schlechtere Ergebnisse bei Tests, in denen das Arbeitsgedächtnis untersucht wird. Hierbei wurden relativ simple verbale Aussagen vorgelegt, die entweder als richtig oder falsch bewertet werden mussten. Im Verlaufe der Woche normalisieren sich die Werte wieder. Das Forschungsteam führt dies auf die „Nachwehen“ des letzten Konsums zurück. Denn die Personen aus der Gruppe der Konsumierenden, deren letzter Joint mehr als 24 Stunden zurücklag, wiesen keinen Unterschied zur Kontrollgruppe auf.

Bei komplexeren Tests zur Reaktionsgeschwindigkeit zeigten sich am Wochenanfang keine Unterschiede zwischen den Untersuchungsgruppen. Die Personen der Kontrollgruppe konnten ihre Leistungen über die Woche hinweg aber kontinuierlich verbessern. Die Kiffer nicht. Am Ende der Woche waren die Unterschiede statistisch signifikant.

Auch bei den Gedächtnisleistungen traten die negativen Effekte erst im Laufe der Arbeitswoche zutage. Je länger die Person Cannabis konsumierte, desto schlechter wurden die Gedächtnisleistungen, besonders nach der Arbeit. Die Forscherinnen und Forscher schreiben in ihrer Studie, dass sich die leichten kognitiven Defizite, die eine Folge langjährigen Kiffens sein können, vermutlich erst unter Belastung zeigen, wenn die Personen sich müde fühlen.

Die Cannabiskonsumierenden waren nach eigenen Angaben aber auch morgens schon müder als die Personen der Kontrollgruppe. Den Selbstangaben zufolge habe dies bei den Kiffern jedoch nicht zu einer niedrigeren Arbeitsleistung oder einer höheren Fehlerquote bei der Arbeit geführt. Die Forscherinnen und Forscher schlussfolgern, dass Cannabiskonsumentinnen und -konsumenten wohl etwas „relaxter“ an die Arbeit ran gehen als Abstinente.

Quelle:
Wadsworth, E. J. K., Moss, S. C., Simpson, Smith, A. P. (2006). Cannabis use, cognitive performance and mood in a sample of workers. Journal of Psychopharmacology, 20, 14-23. Abstract


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