Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Aktuelles: Alkohol fördert aggressives Verhalten, Cannabis mindert es

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > alkohol fördert aggressives verhalten, cannabis mindert es

12.08.2016

Alkohol fördert aggressives Verhalten, Cannabis mindert es

In einer Studie wurden aggressive Reaktionen bei den Teilnehmenden provoziert. Alkohol und Cannabis scheinen demnach eine entgegengesetzte Wirkung auf Konsumierende zu haben.

Mann schreit wütend auf seinen Computer ein

Bild: vadymvdrobot / Fotolia.com

Alkoholisierte Gewalt ist kein neues Phänomen. In jüngster Zeit konnte dieser Zusammenhang während der Fußball-Europameisterschaft beobachtet werden, als Fans nach reichlich Alkoholkonsum ausgerastet und aufeinander losgegangen sind. Auch die Forschung hat den Zusammenhang zwischen Alkohol und Aggression klar belegen können.

Studien zum Einfluss von Cannabis liefern hingegen kein klares Bild, erklären Studienleiterin Elizabeth de Sousa Fernandes Perna und ihr Team in einem Fachartikel. Um für mehr Klarheit zu sorgen, haben die Forscherinnen und Forscher den Einfluss von Alkohol und Cannabis experimentell untersucht.

61 Personen im Alter von durchschnittlich 22 Jahren waren beteiligt. 20 von ihnen tranken regelmäßig bis zu 50 Gläser Alkohol pro Woche. Weitere 20 Personen konsumierten regelmäßig Cannabis. 21 abstinente Personen bildeten die Kontrollgruppe.

Aggressionen im Labor

Im Experiment wurden verschiedene Tests durchgeführt, in denen aggressive Gefühle oder aggressives Verhalten bei den Teilnehmenden hervorgerufen werden sollten. Dies geschah zum einen durch das Zeigen von Bildern, auf denen Menschen gezeigt wurden, die sich aggressiv verhalten. Zum anderen spielten die Teilnehmenden am Computer gegen einen virtuellen Gegner und konnten dabei mehr oder wenige aggressive Strategien verfolgen, um zu gewinnen. Ihnen wurde vermittelt, dass der Gegner in einem anderen Zimmer sitzt, also eine reale Person ist. In Wirklichkeit wurde die Reaktion der anderen Person durch den Computer simuliert.

Solange alle Personen nüchtern waren, zeigten sich keine Unterschiede in der Aggressivität der Teilnehmenden. Bei allen Personen konnten aggressive Gefühle und Verhaltensweisen ausgelöst werden. Unter dem Einfluss von Alkohol neigten die Personen der Alkoholgruppe jedoch stärker zu aggressiven Reaktionen. Hingegen reduzierte sich die Aggressivität der Cannabiskonsumierenden unter der Wirkung von THC, dem Hauptwirkstoff von Cannabis. Anzumerken ist, dass die Personen der Alkohol-Gruppe nicht wussten, ob sie ein alkoholhaltiges oder nicht-alkoholisches Getränk bekamen. Den Teilnehmenden aus der Cannabisgruppe wurde ebenfalls nicht mitgeteilt, ob sie Cannabis mit oder ohne THC konsumierten.

Nach Angaben des Forschungsteam ist jedoch anzunehmen, dass nicht alle Menschen in gleicher Weise auf Alkohol und Cannabis reagieren. Zukünftig solle daher erforscht werden, welche Personen gefährdet sind für aggressive Reaktionen nach Substanzkonsum.

Quelle:
De Sousa Fernandes Perna, E. B., Theunissen, E. L., Kuypers, K. P. C., Toennes, S. W. & Ramaekers, J. G. (2016). Subjective aggression during alcohol and cannabis intoxication before and after aggression exposure. Psychopharmacology, DOI 10.1007/s00213-016-4371-1.

0 Kommentare

Um Kommentare schreiben zu können, muss du dich anmelden oder registrieren.


Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.