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Drugcom: Archiv: Cannabis lässt innere Uhr schneller ticken

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News-Archiv


Archiv Jahr 2012


21.12.2012

Cannabis lässt innere Uhr schneller ticken

Viele Kiffer kennen das Phänomen, dass die Zeit beim Konsum von Cannabis nur so dahinzufliegen scheint. Beim Blick auf die Uhr sorgt diese Illusion dann für Überraschung. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass sich die Zeitwahrnehmung aber nicht bei allen Konsumierenden verändert.

Langzeitaufnahme von sehr hohem Kettenkarussel "Starflyer"

Bild: AlexM79 / photocase.com

Die korrekte Wahrnehmung der Zeit ist im Alltag von grundlegender Bedeutung. Sie hilft uns, im richtigen Zeitpunkt über die Straße zu gehen, uns zu Terminen aufzumachen oder die Fertigpizza rechtzeitig aus dem Backofen zu holen. Gesteuert wird die Zeitwahrnehmung über mehrere Neuronen-Netzwerke im Gehirn. Spezialisierte Nervenzellen geben hierzu den Takt vor.

Eine US-amerikanische Forschungsgruppe der Yale University hat in einer Studie den Einfluss von Cannabis auf unsere Zeitwahrnehmung untersucht. Studienleiter Andrew Sewell und sein Team verabreichten 44 Versuchspersonen entweder Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), der Hauptwirkstoff von Cannabis, oder eine Placebo-Substanz ohne Wirkung. Damit sich die Wirkung des THC direkt entfalten konnte und um zu verschleiern, welcher Stoff gerade verabreicht wurde, wurden die Substanzen per Spritze injiziert.

Die Aufgabe der Versuchspersonen bestand darin, die Länge vorgegebener Zeitintervalle von bis zu 30 Sekunden abzuschätzen. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass unsere Zeitwahrnehmung selten perfekt funktioniert, wurden ihre Ergebnisse mit den Versuchseinheiten abgeglichen, in denen lediglich die Placebo-Substanz verabreicht wurde.

Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sonst kaum Cannabis konsumierten, wirkte das verabreichte THC deutlich auf die Zeitwahrnehmung: Sie schätzten die verstrichenen Zeitintervalle im Schnitt etwa bis zu 30 Prozent zu lang ein und äußerten zu schnell, dass ein Zeitintervall verstrichen war. Ihre innere Uhr lief also schneller als normal. Es konnte allerdings kein dosisabhängiger Effekt gefunden werden. Bei hohen Dosen nahm die Zeitüberschätzung nicht mehr zu.

Keine Veränderung bei Gewohnheitskiffern

Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die im Alltag häufig Cannabis konsumierten, lagen dagegen seltener falsch mit ihren Einschätzungen. Sewell und Kollegen sehen dies als Zeichen dafür, dass ihr Körper wegen des häufigen Konsums bereits stark an die Droge gewöhnt war und das im Cannabis enthaltene THC somit eine schwächere Wirkung hatte.

Warum die innere Uhr durch THC einen Gang höher zu schalten scheint, ist jedoch noch unklar. Nach Sewell und seinen Forscherkollegen könnte die Droge dazu führen, dass bestimmte an der inneren Uhr beteiligte Nervenzellen aktiver sind als sonst. Dies wiederum hätte Auswirkungen auf unseren „inneren Taktgeber“ und würde dazu führen, dass die Welt schneller wahrgenommen wird, als sie in Wirklichkeit ist.

Quelle:
Sewell, A., Schnakenberg, A., Elander, J., Radhakrishnan, R., Williams, A., Skosnik, P. D., Pittman, B., Ranganathan, M. & D’Souza, C. (2012). Acute effects of THC on time perception in frequent and infrequent cannabis users. Psychopharmacology, Nov 2012 (Epub ahead of print). DOI 10.1007/s00213-012-2915-6.

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