Drugcom: Archiv: Massenvergiftung durch synthetisches Cannabinoid

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News-Archiv


Archiv Jahr 2017


20.01.2017

Massenvergiftung durch synthetisches Cannabinoid

Es geschah am 12. Juli in New York im Stadtteil Brooklyn. 33 Männer torkelten hilflos auf offener Straße. Sie bewegten sich wie in Trance, mit starrem Blick. Hin und wieder stöhnte einer von ihnen. Ein schockierter Passant sprach von „Zombie“-artigem Verhalten. Wie sich später herausstellte war ein synthetisches Cannabinoid verantwortlich.

Flasche mit Totenkopfsymbol vor schwarzem Hintergrund

Bild: judihuii / photocase.com

Vergiftungen durch synthetische Cannabinoide seien im Prinzip nichts Besonderes, erklärt der Toxikologe Volker Auwärter gegenüber dem Magazin Science. In der Uniklinik Freiburg würden häufiger derartige Fälle behandelt. Allerdings muss der gleichzeitige Anblick von 33 Männern mit Vergiftungserscheinungen wohl auch für New Yorker Verhältnisse ungewöhnlich gewesen sein. In der Presse wurde von einer Art „Zombieausbruch“ gesprochen.

85-mal stärker als THC

Die Ursache für das merkwürdige Verhalten der Männer war zunächst unklar. Bei den Betroffenen wurden schließlich Tütchen mit Kräutermischungen gefunden. Analysen offenbarten, dass darin das synthetische Cannabinoid AMB-FUBINACA enthalten war. Die beschriebenen Symptome sollen durchaus typisch sein für Vergiftungserscheinungen durch AMB-FUBINACA, da es einen stark dämpfenden Effekt auf das zentrale Nervensystem habe. Die Substanz sei etwa 85-mal stärker als der Cannabiswirkstoff THC.

Das Forschungsteam berichtet von der Behandlung eines 28-Jährigen mit entsprechenden Vergiftungserscheinungen. Bei ihm wurden keine weiteren Drogen im Urin gefunden, so dass er lediglich unter Beobachtung gestellt wurde. Innerhalb von neun Stunden soll er sich wieder von seiner Lethargie erholt haben. Er bestätigte dem Ärzteteam, dass er eine Kräutermischung geraucht habe.

Laut einem Bericht der Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA in Lissabon sind derartige Ausbrüche in Europa zwar selten. 2015 wurden jedoch in Polen allein innerhalb von einer Woche mehr als 200 Notfälle in Krankenhäusern behandelt. Die Betroffenen hätte ebenfalls eine Kräutermischung geraucht.

Nicht in jedem Fall einer Vergiftung mit synthetischen Cannabinoiden geht es am Ende so glimpflich aus wie im oben beschriebenen Fall. Einige schwere Vergiftungen haben in der Vergangenheit auch Todesfälle zur Folge gehabt.


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