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News-Archiv


Archiv Jahr 2017


31.03.2017

Schlechtes Gedächtnis könnte Drogenkonsum fördern

Warum werden manche Jugendliche drogenabhängig, andere nicht? Laut einer aktuellen Studie sind sie gefährdet, wenn sie ein schlechtes Arbeitsgedächtnis haben und zu impulsivem Verhalten neigen.

Mann fässt sich fragend an den Kopf

Bild: Cello Armstrong / Fotolia.com

Wer schon als Jugendlicher Drogen konsumiert, hat generell ein erhöhtes Risiko für eine Abhängigkeitsentwicklung. Allerdings wird nicht jeder Jugendliche abhängig. Die meisten stellen den Konsum bald wieder ein.

Ein Forschungsteam aus den USA konnte im Rahmen einer Wiederholungsbefragung herausarbeiten, dass die Fähigkeit zur Impulskontrolle sowie das Arbeitsgedächtnis eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines problematischen Substanzkonsums spielen könnten.

Arbeitsgedächtnis bremst impulsives Verhalten

Das Arbeitsgedächtnis ermöglicht uns, über längere Zeit konzentriert an einer Aufgabe zu arbeiten, ohne ständig abgelenkt zu werden. Impulsives und sprunghaftes Verhalten wird vom Arbeitsgedächtnis also ausgebremst. Bei einem schwächer ausgeprägten Arbeitsgedächtnis werden ablenkende Reize weniger gut ignoriert. Impulsives Verhalten zeigt sich dann öfter.

Wie sich das Arbeitsgedächtnis und die Impulsivität auf die Entwicklung des Drogenkonsums auswirken, haben Studienleiterin Atika Khurana und ihr Team an 387 Jugendlichen überprüft. Das Team testete die Jugendlichen ab einem Alter von 10 bis 12 Jahren jährlich bis zum Alter von 18 bis 20 Jahren. Unter anderem mussten sich die Teilnehmenden vorgelesene Ziffernfolgen merken und diese in umgekehrter Reihenfolge wiedergeben.

Mit Hilfe spezieller Fragebögen schätzte das Forschungsteam ein, wie gut die Jugendlichen ihre Impulse kontrollieren können. So gilt eine Person als impulsiv, wenn sie handelt, ohne vorher an die Konsequenzen zu denken. Wer hingegen fähig ist, auf eine in der Zukunft zu erwartenden Belohnungen zu warten, ist offenbar in der Lage, seine Impulse zu kontrollieren.

Das Forschungsteam fragte zudem nach dem Konsum von Alkohol, Cannabis und Tabak und klärte ab, ob sich Anzeichen einer Abhängigkeit zeigen.

Fortgesetzter Konsum wichtiger als Alter Erstkonsum

Etwa jeder vierte der Teilnehmenden zeigte im Alter von 18 bis 20 Jahren zumindest leichte Anzeichen für einen problematischen Substanzkonsum. Die betroffenen jungen Erwachsenen erzielten in ihrer frühen Jugend schlechtere Leistungen in den Tests zum Arbeitsgedächtnis und neigten eher zu impulsiven Handlungen als Nichtkonsumierende.

Insbesondere ein fortschreitender Konsum im Laufe der Pubertät hatte einen bedeutsamen negativen Einfluss auf das Konsumverhalten im jungen Erwachsenenalter. Das Alter beim Erstkonsum war hingegen weniger relevant für die Entwicklung einer Abhängigkeit.


Quellen:

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