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Drugcom: Archiv: Johanniskraut und Depressionen – Psychiater warnen

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News-Archiv


Archiv Jahr 2002


04.07.2002

Johanniskraut und Depressionen – Psychiater warnen

Depressionen können viele Ursachen haben. Unter anderem kann die Krankheit der Grund oder die Folge von Alkohol- und Drogenkonsum sein. Viele Betroffene versuchen sich selbst zu behandeln, indem sie psychoaktive Substanzen einnehmen. Oft verdeckt dann das Drogenproblem eine zugrunde liegende Depression.

Johanniskrautpräparate sind pflanzliche Antidepressiva, die in jedem Supermarkt erhältlich sind. Somit erscheinen sie für Betroffene als eine risikolose und leichte Hilfe für die Selbsttherapie. Doch das ist ein gefährlicher Trugschluss. Menschen, die unter Depressionen leiden, benötigen professionelle Hilfe, so Prof. Dr. Ulrich Hegerl, der Sprecher des Kompetenznetzes Depression. Hegerl verweist auf das hohe Suizidrisiko, das mit der Krankheit verbunden ist und appelliert an Freunde und Angehörige der Betroffenen diesen Mut zu machen, einen Arzt oder Psychotherapeuten aufzusuchen und sie gegebenenfalls dorthin zu begleiten.

Neueste Studien zeigen, dass Präparate, die aus der Johanniskrautpflanze gewonnen werden, nur bei leichten Depressionen helfen. Jedoch sollte auch in solchen Fällen eine professionelle Verordnung erfolgen.
Johanniskrautpräparate werden von vielen Menschen besser vertragen als chemische Antidepressiva, doch haben auch diese pflanzlichen Medikamente ihre Neben- und Wechselwirkungen. Zum Beispiel kann Johanniskraut die Wirkung der Pille und anderer Medikamente beeinträchtigen.

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