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Drugcom: Archiv: Psychische Probleme eher Ursache als Folge des Ecstasykonsums

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News-Archiv


Archiv Jahr 2002


04.12.2002

Psychische Probleme eher Ursache als Folge des Ecstasykonsums

Im Rahmen einer repräsentativen Längsschnittstudie wurde der Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und Ecstasykonsum untersucht. Forscher der TU-Dresden und des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München haben 2462 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 24 Jahren nach ihrem Drogenkonsum und psychischen Auffälligkeiten befragt. Dreieinhalb Jahre später wurde die Befragung mit denselben Personen wiederholt.

9 % der Studienteilnehmer hatten am Ende der Studie mindestens ein Mal im Leben Ecstasy konsumiert. Von diesen wiesen 69 % mindestens eine psychische Störung wie Phobien (Angststörungen) oder Depressionen auf. Immerhin auch 45 % der Untersuchten, die noch nie illegale Drogen konsumiert hatten, wiesen psychische Störungen auf.

Da es sich um eine Längsschnittstudie handelt, konnten die Forscher den (zeitlichen) Zusammenhang von psychischen Störungen und dem ersten Ecstasykonsum untersuchen. Bei der Analyse machten sie die interessante Entdeckung, dass Studienteilnehmer, die zur ersten Befragung psychische Auffälligkeiten aufwiesen, signifikant häufiger in den Ecstasykonsum eingestiegen sind. 88 % der Ecstasykonsumenten gaben an, schon vor der ersten Pille psychische Störungen gehabt zu haben. Am häufigsten waren Phobien vertreten.

Bisher wurden die in vielen Studien nachgewiesen psychischen Probleme von Ecstasykonsumenten als Folge ihres Konsums interpretiert. Die aktuellen Ergebnisse lassen eher den Schluss zu, dass Jugendliche und junge Erwachsene in den Ecstasykonsum einsteigen, weil sie psychische Auffälligkeiten aufweisen.

Die Forscher vermuten, dass die Konsumenten die Droge möglicherweise im Sinne einer Selbstmedikation benutzen, d. h. Ecstasy im Glauben einnehmen, ihre Ängste und Probleme damit besser in den Griff zu bekommen. Das Gegenteil ist häufig der Fall: Die alten Probleme bleiben und es können zusätzlich neue hinzukommen. Die häufigste Folge des Konsums sind Depressionen.

Lieb, R., Schuetz, C. G., Pfister, H., von Sydow, K. & Wittchen, U. (2002). Mental disorders in ecstasy users: a prospective-longitudinal investigation. Drug and Alcohol Dependence, 68, 195-207.

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