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Drugcom: Archiv: Nur geringe Gedächtnisprobleme durch langfristigen Cannabiskonsum

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News-Archiv


Archiv Jahr 2003


04.07.2003

Nur geringe Gedächtnisprobleme durch langfristigen Cannabiskonsum

Im Rahmen einer meta-analytischen Studie zu den Auswirkungen des Cannabiskonsums auf die Hirnleistungen (neurokognitive Effekte) von Langzeitkonsumenten kommen Forscher vom Center for Medical Cannabis Research der University of California zu dem Ergebnis, dass sich keine substantiellen Einbußen in den kognitiven Hirnfunktionen finden lassen. Es ließen sich lediglich leichte Einbußen in den Bereichen Lernvermögen und Gedächtnis feststellen.

Von den 1.014 identifizierten Studien, in denen neurokognitive Funktionen bei Cannabiskonsumenten untersucht wurden, konnten lediglich 15 methodische Kriterien erfüllen, die zuverlässige Ergebnisse hervorbringen. Diese Studien umfassen 704 Cannabis-Langzeitkonsumenten und 408 Nicht-Konsumenten. In den neurokognitiven Untersuchen wurde z. B. die Reaktionszeit, das Lernvermögen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit etc. untersucht.

"Überraschenderweise haben wir kaum Hinweise für gesundheitsschädliche Effekte (bezogen auf Hirnleistungen) gefunden. Einzige Ausnahme ist ein äußerst kleiner Effekt beim Lernen neuer Informationen", sagte Prof. Igor Grant, Leiter der Studie. Die gefundenen Hirnleistungseinbußen seien zudem nicht mit letzter Sicherheit tatsächlich Cannabis zuzuordnen, da die Konsumenten möglicherweise auch Vorbelastungen - z. B. früherer Konsum anderer Drogen - aufweisen können. Grant weist darauf hin, dass die Ergebnisse nur für Erwachsene gelten. Es müsse davon ausgegangen werden, dass das sich entwickelnde Gehirn von Kindern und Jugendliche sehr viel verletzlicher ist und schädliche Einflüsse des Cannabiskonsums daher nicht auszuschließen seien.

Hintergrund der Studie ist die Forderung einiger US-Bundesstaaten, Cannabis für den medizinischen Einsatz bei bestimmten Krankheiten freizugeben. Aufgrund ihrer Ergebnisse kommen die Forscher zu der Schlussfolgerung, dass ein Einsatz von Cannabis im Rahmen einer kontrollierten medizinischen Behandlung vertretbar ist.

Quellen:

Grant, I., Gonzalez, R., Carey, C. L., Natarajan, L.. & Wolfson, T. (2003). Non-acute (residual) neurocognitive effects of cannabis use: A meta-analytic study. Journal of the International Neuropsychological Society, 9, 679-689. Zusammenfassung

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