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Drugcom: Archiv: Regelmäßiger Cannabiskonsum erhöht das Risiko für vorzeitigen Schulabbruch

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News-Archiv


Archiv Jahr 2003


14.07.2003

Regelmäßiger Cannabiskonsum erhöht das Risiko für vorzeitigen Schulabbruch

Eine Forschergruppe um den Psychiater Michael T. Lynskey hat den Zusammenhang zwischen regelmäßigem Cannabiskonsum und frühem Schulabbruch untersucht. Sie sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass Schüler, die wöchentlich Cannabis konsumieren, bis zu 5,6-mal häufiger vorzeitig ihre Schullaufbahn beenden als ihre gleichaltrigen Schulkameraden. Weitere Faktoren, von denen angenommen wird, dass sie mit vorzeitigen Schulabbrüchen in Zusammenhang stehen wie beispielsweise Scheidung der Eltern, Zigarettenrauchen, Alkoholkonsum, antisoziales Verhalten, psychiatrische Auffälligkeiten etc. wurden dabei berücksichtigt.

Die Fragestellung wurde in Rahmen einer australischen Längsschnittstudie untersucht, an der 44 Schulen im Bundesstaat Victoria beteiligt waren. Die Stichprobe umfasst 1.601 Jugendliche, die mehrmals während ihrer Schullaufbahn im Alter zwischen 15-18 Jahren und nochmals mit 21 Jahren befragt wurden.

Die Forscher konnten darüber hinaus nachweisen, dass der Zusammenhang zwischen wöchentlichem Cannabiskonsum und vorzeitigem Schulabbruch stärker ist je jünger die Schüler sind. Während wöchentlicher Cannabiskonsum in der 10. Jahrgangsstufe mit einer 5,6-fach höheren Wahrscheinlichkeit verbunden ist, vorzeitig die Schule zu verlassen, kann für Schüler der Abschlussklasse kein Effekt mehr nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis geht konform mit anderen Forschungsbefunden, die aufzeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für spätere Probleme (z. B. Abhängigkeit) vor allem bei einem frühen Einstieg in den Cannabiskonsum hoch ist (siehe auch News: Erhöhte Abhängigkeitsgefahr bei frühem Cannabiskonsum (vom 24.01.2003) ).

Lynskey und seine Kollegen gehen nicht davon aus, dass ein "Amotivationales Syndrom" die Ursache ist. Wenn es dieses Syndrom überhaupt geben sollte, so die Forscher, dann würde es eher bei den "heavy cannabis users" auftreten, die über Jahre täglich konsumieren. Die befragten Schüler seien dafür noch zu jung. Sie vermuten vielmehr, dass der mit dem Konsum verbundene soziale Kontext für den vorzeitigen Schulabbruch entscheidend sei.

Quelle:

Lynskey, M. T., Coffey, C., Degenhardt, L., Carlin, J. B. & Patton, G. (2003). A longitudinal study of the effects of adolescent cannabis use on high school completion. Addiction, 98, 685-692.

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