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Drugcom: Archiv: Blonde werden seltener bei der Haaranalyse "erwischt"

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News-Archiv


Archiv Jahr 2004


09.01.2004

Blonde werden seltener bei der Haaranalyse "erwischt"

Seit der ehemalige Bundesliga-Trainer Christoph Daum durch eine Haaranalyse des Kokainkonsums überführt wurde, ist diese Art der Analyse als eine eher zuverlässige Nachweismethode bekannt. Doch Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass es unter anderem von der Haarfarbe abhängt, ob man "erwischt" wird oder nicht.

Ob illegaler Drogenkonsum, Verkehrsdelikt oder Doping: Die Haaranalyse ist ein unverzichtbares Instrument, das dazu beiträgt, Straftaten aufzuklären und juristische Zweifel auszuräumen. Gerichtsprozesse und persönliche Schicksale werden durch diesen Test entschieden. Wissenschaftliche Untersuchungen einer rechtsmedizinischen Arbeitsgruppe aus Heidelberg und Mainz haben jetzt gezeigt: Nicht alle gebräuchlichen Analyseverfahren berücksichtigen ausreichend den Farbstoffgehalt im Haar.

Farbstoffe bzw. Pigmente (Melanin) im Haar reichern bestimmte Substanzen, die dem Körper zugeführt werden, in hohem Maße an. Dabei kommt es zum "Pigmenteffekt": Wer dunkles Haar hat, lagert mehr Drogen oder andere Stoffe ein. Benutzt man eine ungeeignete Analysemethode, werden die Substanzen nur zum Teil aus dem Verbund mit Melanin freigesetzt und können dadurch nicht im vollen Umfang im Haar nachgewiesen werden. Blonde kommen deshalb beim Haartest eher ungeschoren davon. Allerdings sind auch die Ergebnisse bei Dunkelhaarigen nicht einheitlich, denn nicht immer werden die an Melanin gebundenen Stoffe ausreichend erfasst.

"Da die Analyse von Rauschmitteln in Haarproben und ihre Interpretation sehr anspruchsvoll ist, findet man Anbieter unterschiedlicher Qualität am Markt", erklärte Professor Mattern, Ärztlicher Direktor des Instituts für Rechts- und Verkehrmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg. Mitunter würden negative Befunde geliefert, obwohl eine Belastung der Haare nachweisbar wäre. Umgekehrt könne es auch zu falsch-positiven Ergebnissen kommen. Deswegen fordert Prof. Dr. Rainer Mattern, die Einführung wissenschaftlich gesicherter, verbindlicher Standards für die Haaranalyse.

Quellen:

IDW-online

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