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Drugcom: Archiv: Ecstasykonsumierende leben riskanter

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News-Archiv


Archiv Jahr 2004


27.05.2004

Ecstasykonsumierende leben riskanter

Wer häufig Ecstasy konsumiert kann selbst im drogenfreien Zustand Risiken erheblich schlechter abschätzen als Menschen ohne Ecstasy-Erfahrung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn.

Den Ergebnissen der Studie zufolge, sollten Personen, die häufig Ecstasy konsumieren besser keine Spielbank besuchen oder wenigstens nicht viel Geld mitnehmen. „Die Fähigkeit, Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen, ist gegenüber Personen ohne Ecstasy-Erfahrung deutlich verringert“, erklärt der Pharmakopsychologe Boris Quednow von der Universität Bonn.

Quednow hat in seiner Doktorarbeit untersucht, wie Ecstasy-Konsumenten im Vergleich zu Cannabis-Rauchern/innen und Personen ohne Drogenerfahrung die so genannte „Iowa Gambling Task“ bewältigen. Dabei gilt es, Karten aus vier verdeckten Stapeln zu ziehen. Auf jeder Karte steht eine Gewinn- oder Verlustsumme. Ziel der Aufgabe ist es, den Gesamtgewinn zu maximieren. Die Kartenstapel unterscheiden sich allerdings in ihrem Gewinn-Verlust-Verhältnis, so dass die Probanden erst lernen müssen, welche Stapel langfristig die vorteilhaftesten sind. „Anfangs waren in allen drei Gruppen die Kartenstapel mit den hohen Gewinnen, aber noch höheren Verlusten am beliebtesten“, erklärt Quednow. „Dann setzte sich in der Cannabis-Gruppe und der ohne Drogenerfahrung langsam die Einsicht durch, welche der Stapel auf Dauer die vielversprechendsten sind. Nur die Ecstasy-Konsumenten/innen änderten ihre Strategie bis zum Ende des Experiments nicht.“ Die Forscher vermuten, dass auch im Alltag die Fähigkeit gestört sein könnte, langfristig vernünftige Entscheidungen zu treffen.

Zudem schnitten die Personen mit regelmäßigem Ecstasy-Konsum auch bei Gedächtnistests schlechter ab. So sollten sich die Probanden eine Liste mit 15 Wörtern einprägen, die ihnen fünfmal vorgelesen wurde. Während die Cannabis- und die Nichtkonsumenten die Aufgabe mit Bravour bewältigten - im Schnitt konnten sich die Teilnehmer noch eine halbe Stunde später an 14 der 15 Begriffe erinnern - schafften die Mitglieder der Ecstasy-Gruppe direkt nach dem Test durchschnittlich nur 12 Wörter. Nach einer halben Stunde konnten sie im Schnitt sogar nur noch 10 Begriffe korrekt wiedergeben. „Wir können aber noch nicht sagen, ob diese Störungen nach längerer Abstinenz wieder nachlassen“, so Quednow.

Quelle:

www.idw-online.de

Originalliteratur

Quednow, B., Kühn, K.-U, Hoenig, K., Maier, W. & Wagner, M. (2004). Prepulse Inhibition and Habituation of Acoustic Startle Response in Male MDMA (’Ecstasy’) Users, Cannabis Users, and Healthy Controls. Neuropsychopharmacology, 29, 982-990.

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