Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Immer mehr Jugendliche konsumieren Cannabis

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2004 > immer mehr jugendliche konsumieren cannabis

News-Archiv


Archiv Jahr 2004


30.07.2004

Immer mehr Jugendliche konsumieren Cannabis

In Verbreitung und gesundheitlichen Schäden halten die legalen Drogen Alkohol und Tabak eine unangefochten dramatische Spitzenposition in Europa. Die international am dritthäufigsten konsumierte Droge ist Cannabis - unabhängig von nationalen Gesetzgebungen und Fahndungspraktiken der Polizei.

Hatten 1993 noch 16 Prozent der 12- bis 25-Jährigen Erfahrungen mit Cannabis, so waren es im Jahr 2001 bereits 26 Prozent, wie aus einem Report der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervorgeht. Auch das Einstiegsalter ist gesunken: 2001 waren die Erstkonsumenten mit 16,5 Jahren im Durchschnitt ein Jahr jünger als 1993.

Nach Einschätzung der DHS ist der Konsum von Cannabis mittlerweile in weiten Bereichen der Jugendkultur verankert. Cannabis sei mit geringem Aufwand zu beschaffen, werde inzwischen wie selbstverständlich auch in der Öffentlichkeit, in Schule, Bundeswehr und Zivildienst konsumiert und habe einen festen Platz in den Medien, vom Vorabendprogramm über MTV bis zum nächtlichen Thriller.

Parallel dazu steigen die Behandlungsfälle in Kliniken und Drogenberatungsstellen. Die Zahl der Cannabiskonsumenten, die wegen ihrer Sucht in Behandlung sind, hat sich in den letzten zehn Jahren fast versechsfacht.

Nach Angaben der Berliner Zeitung habe die DHS angeregt, den Besitz von Cannabis künftig nur noch als Ordnungswidrigkeit statt als Straftat zu ahnden, um eine Kriminalisierung der Jugendlichen zu vermeiden. Eine glaubwürdige und wirksame Cannabispolitik werde erst möglich, wenn nicht nur über Rechtsfragen wie die Legalisierung gestritten, sondern ideologiefrei diskutiert werde. Ziel müsse sein, Gesundheitsschäden niedrig zu halten.

Gegenüber der Berliner Zeitung widersprach die Bundesdrogenbeauftragte Marion Caspers-Merk der Forderung, den Besitz von Cannabis als Ordnungswidrigkeit zu handhaben: „Das wäre der falsche Weg und ein missverständliches Signal. Es wird unterschätzt, wie oft wirtschaftliche Interessen von Drogenhändlern und -anbauern hinter dieser Forderung stehen." Anders als bei Drogen wie Kokain und Heroin werde Cannabis zum Großteil in Deutschland und den Nachbarländern produziert.

Quellen:

Deustche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)
Berliner Zeitung

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.