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Drugcom: Archiv: Cannabis beeinflusst Hirndurchblutung nachhaltig

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News-Archiv


Archiv Jahr 2005


15.02.2005

Cannabis beeinflusst Hirndurchblutung nachhaltig

Marihuana beeinflusst auch nach einem Monat Abstinenz noch die Durchblutung im Gehirn. Dabei sei nicht nur die Geschwindigkeit des Blutflusses betroffen, sondern auch die Flexibilität der Gefäße, berichten amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Neurology“.

Der Studie zufolge erhöht Cannabiskonsum den Blutfluss in den großen Hirnarterien. Bei regelmäßigen Konsumenten zeigen sich jedoch auch Hinweise auf Durchblutungsstörungen in den kleinen Hirngefäßen.

Für Jean Cadet vom US-National Institute on Drug Abuse in Baltimore/Maryland ist die gesteigerte Durchblutung in den großen Hirngefäßen eine Gegenreaktion des Gehirns, um die Blutversorgung zu verbessern, die durch den regelmäßigen Cannabiskonsum verschlechtert werde. Denn bei starken Konsumenten und Konsumentinnen komme es eher zu einer Störung der Gedächtnisleistungen. Dies sei auch nach einer Abstinenz noch nachweisbar.

Cadet und sein Team untersuchte 54 Cannabiskonsumenten und -konsumentinnen, die an einem einmonatigen Entzugsprogramm teilnahmen und zuvor zwischen zwei und 350 Joints pro Woche geraucht hatten. Als Kontrollgruppe dienten 18 Freiwillige (starke Tabakraucher).

Bei den Studienteilnehmern wurde der so genannte Pulsatilitätsindex bestimmt. Dieser enthält Informationen über den Widerstand, den die Arterien dem Blutfluss entgegen bringen. Außerdem wurde die Geschwindigkeit des Blutflusses im Gehirn ermittelt. Beide Faktoren sind umso höher, je stärker sich die Blutgefäße zusammen ziehen und je schlechter sie sich wieder entspannen können.

Bei den Cannabiskonsumenten und -konsumentinnen waren beide Werte zu Beginn der Studie deutlich höher als bei den freiwilligen Kontrollpersonen. Die Geschwindigkeit des Blutflusses blieb bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen während des gesamten Monats erhöht. Dagegen normalisierte sich der Pulsatilitätsindex zumindest bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die nur gelegentlich Cannabis konsumiert hatten. Bei den starken Konsumenten und Konsumentinnen aber war auch nach einem Monat Abstinenz noch keine Veränderung messbar.

Es ist nach wie vor umstritten, ob und welche Langzeitfolgen regelmäßiger Cannabis-Konsum hat. Diskutiert werden vor allem geistige Einschränkungen, Gedächtnisprobleme und eine eingeschränkte Lernfähigkeit. In einigen Studien fanden sich auch Hinweise auf eine Störung der Gehirnentwicklung, wenn der Konsum vor dem 17. Lebensjahr stattfindet (wir berichteten).

Quellen:

Pressemitteilung der American Academy of Neurology
Neurology
Ärzteblatt
NewScientist
Spiegel Online

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