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Drugcom: Archiv: Genetischer Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Psychoserisiko

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News-Archiv


Archiv Jahr 2005


16.06.2005

Genetischer Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Psychoserisiko

Eine internationale Studie hat den Zusammenhang zwischen Cannabis und psychischen Erkrankungen untersucht und neue Erkenntnisse erbracht: Eine bestimmte genetische Veranlagung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass bei Cannabiskonsumenten eine Psychose ausbricht, um ein Vielfaches.

Die Wissenschaftler nutzten die Daten einer neuseeländischen Langzeitstudie, in der über 1.000 Menschen von ihrer Geburt bis zum frühen Erwachsenenalter beobachtet wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden im Alter von 13, 15 und 18 Jahren zu ihrem Cannabiskonsum befragt. Außerdem wurde untersucht, in welcher Variante das COMT-Gen bei ihnen vorliegt. Dieses Gen spielt eine zentrale Rolle bei der Produktion von Dopamin. Dopamin ist ein Botenstoff des Gehirns und steht im Verdacht bei Schizophrenie-Erkrankungen eine wichtige Rolle zu spielen. Schließlich wurden die Untersuchungspersonen bis zu ihrem 26. Lebensjahr auf das Auftreten von psychischen Auffälligkeiten hin beobachtet.

Das Ergebnis: Verfügten die Personen über eine bestimmte Ausprägung des COMT-Gens und hatten sie in ihrer Jugend Cannabis konsumiert, wurde eine fast 11-fach höhere Wahrscheinlichkeit festgestellt, an einer Psychose zu erkranken. Dieses Risiko ist vergleichbar mit dem Risiko von Raucherinnen und Rauchern an Lungenkrebs zu erkranken, wenn sie täglich eine Schachtel Zigaretten rauchen.

„Unsere Ergebnisse bestätigen den wachsenden Konsens darüber, dass weder Veranlagung noch Erziehung allein, sondern beide Faktoren zusammen für das Verhalten und den Gesundheitszustand von Personen verantwortlich sind. Dies erklärt, warum der Konsum von Cannabis bei bestimmten Personen gravierende Folgen hat, während die meisten Konsumenten keine Schäden davontragen. Wir hatten dafür bereits genetische Ursachen vermutet, aber bis zu den nun vorliegenden Ergebnissen war kein Gen identifiziert worden“, sagt der Leiter der Studie Professor Poulton.

Quellen:

Pressemitteilung beim Informationsdienst Wissenschaft
Artikel bei SPIEGEL-Online

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