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Drugcom: Archiv: Ecstasy zerstört Schutzwall des Gehirns

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News-Archiv


Archiv Jahr 2005


25.11.2005

Ecstasy zerstört Schutzwall des Gehirns

In einer Studie der Universität Boston wurde nachgewiesen, dass Ecstasy fatale Effekte auf die so genannte Blut-Hirn-Schranke hat. Diese Barriere verhindert normalerweise, dass Schadstoffe ins Gehirn eindringen können.

Die Blut-Hirn-Schranke besteht aus einem Wall dicht gepackter Zellen. Durch diese Barriere können nur besonders kleine Partikel durchdringen. Dadurch wird verhindert, dass Erreger oder andere Schadstoffe ins Gehirn eindringen. Wird dieser Schutzmechanismus außer Kraft gesetzt, kann es zu schwerwiegenden Infektionen im Gehirn kommen. Die Folge wären bleibende Schädigungen der Gehirnzellen und Veränderungen der Funktionsweise des Gehirns mit unvorhersagbaren Konsequenzen für den Menschen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Boston haben nun experimentell nachgewiesen, dass MDMA - in der Partyszene als Ecstasy bekannt - diese natürliche Barriere des Gehirns durchlässiger macht für größere Partikel und das Gehirn somit anfälliger werden könnte für Viren und andere Krankheitserreger.

In einem Versuch wurden Ratten acht Wochen lang viermal eine Dosis MDMA verabreicht. Damit wollten sie das typische Einnahmemuster in der Partyszene möglichst genau nachempfinden. Anschließend wurde den Ratten eine blaue Farblösung injiziert, die eigentlich aus zu großen Partikeln besteht, als dass sie die Blut-Hirn-Schranke passieren könnte. Dennoch konnten die Forscherinnen und Forscher in verschiedenen Bereichen des Gehirns den Farbstoff nachweisen. Selbst zehn Wochen später fanden sich noch Moleküle der Farblösung im Gehirn. Dieser Zeitraum würde beim Menschen etwa fünf bis sieben Jahre entsprechen. Wie Ecstasy diese Wirkung hervor ruft und ob diese Effekte dauerhaft sind, muss noch geklärt werden.

Quellen:

www.newscientist.com
www.wissenschaft.de

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