Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Cannabis fördert Ausbruch von Schizophrenie

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2006 > cannabis fördert ausbruch von schizophrenie

News-Archiv


Archiv Jahr 2006


03.11.2006

Cannabis fördert Ausbruch von Schizophrenie

Eine Vielzahl von Studien ist in den letzten Jahrzehnten der Frage nachgegangen, ob und in welcher Weise Cannabiskonsum mit psychotischen Erkrankungen wie z. B der Schizophrenie in Zusammenhang steht. Ein australisches Forschungsteam hat Längsschnittstudien gesichtet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Cannabis wahrscheinlich den Ausbruch von Schizophrenie bei hierfür anfälligen Personen beschleunigt.

In der Forschung wird seit längerem ein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und psychotischen Störungen beobachtet. Doch es gibt verschiedene Erklärungsweisen für diesen Zusammenhang: Der Cannabiskonsum alleine könnte die Ursache sein für den Ausbruch eine Psychose, die unter anderem Umständen nicht aufgetreten wäre. Ebenso ist denkbar, dass der Cannabiskonsum nur bei den Personen eine Psychose auslöst, die bereits anfällig hierfür sind. Cannabiskonsum würde in diesen Fällen nicht im engeren Sinne die alleinige Ursache sein, sondern lediglich bewirken, dass die latente (unterschwellige) psychotische Erkrankung zum Ausbruch kommt. Zudem ist nicht auszuschließen, dass sowohl der Cannabiskonsum und als auch die Psychose durch andere Faktoren verursacht werden.

Die Forscherin Louisa Degenhardt und der Forscher Wayne Hall haben sechs Längsschnittstudien aus fünf Ländern gesichtet, die den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und psychotischen Erkrankungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen untersucht haben.

In ihrer Zusammenfassung kommen Degenhardt und Hall zu dem Ergebnis, dass Cannabiskonsum sehr wahrscheinlich bei besonders anfälligen Personen den Ausbruch einer Schizophrenie beschleunigt. Dieser Zusammenhang bleibt auch dann noch statistisch bedeutsam, wenn andere möglichen Ursachen herausgerechnet werden wie beispielsweise weiterer Drogenkonsum. Die Hypothese einer eigenständige „Cannabispsychose“ können sie nicht bestätigen. Vielmehr würden in den Fällen, wo sich infolge von Cannabiskonsum eine dauerhafte Psychose etabliert hat, meist die Symptome eine Schizophrenie diagnostiziert.

Die Schizophrenie ist eine spezielle psychotische Störung und eine sehr ernsthafte psychische Erkrankung. Damit einher geht immer ein Realitätsverlust, der durch Wahnvorstellungen wie z. B. Verfolgungswahn und/oder Halluzinationen gekennzeichnet ist. Oftmals kapseln sich Betroffene vollständig von der Umwelt ab oder begehen Selbstmord.

Quelle:
Degenhardt L., Hall W. (2006). Is Cannabis Use a Contributory Cause of Psychosis? Can J Psychiatry, 51: 556-565.

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.