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Drugcom: Archiv: "Unterdrückung, Verwässerung, Ablenkung, Unterschlagung und Manipulation"

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News-Archiv


Archiv Jahr 2006


04.01.2006

"Unterdrückung, Verwässerung, Ablenkung, Unterschlagung und Manipulation"

Über sechzig deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen jahrelang auf der Gehaltsliste von Tabakkonzernen gestanden haben. Ihre Aufgabe soll es gewesen sein, in wissenschaftlichen Arbeiten die Gefahren des Rauchens gezielt herunter zu spielen.

Infolge der großen Schadensersatzklagen in den USA wurden die Tabakkonzerne 1998 gerichtlich gezwungen, sämtliche interne Dokumente im Internet zu veröffentlichen. Thilo Grüning von der London School of Hygiene & Tropical Medicine hat diese Dokumente mit Kolleginnen und Kollegen systematisch ausgewertet. In dieser Untersuchung fand er viele Indizien für die gezielte Manipulation der deutschen Forschung zu den Risiken des Rauchens. Die Ergebnisse wurden im „American Journal of Public Health“ veröffentlicht.

Die Tabakindustrie soll ein Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufgebaut haben, die finanziell von ihr abhängig waren. Im Gegenzug sollen diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Erkenntnisse über die Gefährlichkeit des Rauchens verschleiert und manipuliert haben sowie zahlreiche tendenziöse Gegenstudien geliefert haben, die das Rauchen als harmlos darstellen. „Auf fünf Arten wurde Forschung verzerrt: Unterdrückung, Verwässerung, Ablenkung, Unterschlagung und Manipulation“, urteilen die Autorinnen und Autoren der Studie. In einem Interview mit der Online-Ausgabe des STERN sagt Thilo Grüning: „Es gibt vergleichbare Untersuchungen für die USA und Australien - mit ähnlichen Resultaten. Allerdings scheint Deutschland für die Tabakindustrie einer der bevorzugten Standorte für solche Aktivitäten zu sein.“

Der „Verband Deutscher Cigarettenindustrie“ (VdC), die Hauptinteressenvertretung der Tabakindustrie in Deutschland, hat die Vorwürfe auf Anfrage des STERN zurück gewiesen. „Der VdC hat zu keinem Zeitpunkt Ergebnisse vorgegeben oder die Veröffentlichung von ‚unliebsamen’ Ergebnissen unterdrückt“, sagt VdC-Sprecherin Andrea Winkhardt.

Quellen:
Abstract der Studie
Interview
www.stern.de

Links zu den internen Dokumenten der Tabakindustrie:
www.tobaccodocuments.org
www.legacy.library.ucsf.edu

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