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Drugcom: Archiv: Das Märchen von den betrunkenen Elefanten

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News-Archiv


Archiv Jahr 2006


05.01.2006

Das Märchen von den betrunkenen Elefanten

Im Filmklassiker „Die lustige Welt der Tiere“ sieht man Elefanten durch die afrikanische Savanne torkeln - betrunken durch gärendes Fallobst. Das hat man jedenfalls bisher angenommen. Wissenschaftler haben nun ermittelt, dass der Alkoholgehalt der überreifen Früchte zu gering sei, als dass sie bei den Dickhäutern einen Rausch erzeugen könnten. Vielmehr sei das Gift von mitgefressenen Käfern für das Torkeln verantwortlich.

Sobald die Früchte des Marula-Baumes reif sind, tummeln sich zahlreiche Elefanten unter den Bäumen, um die Früchte zu essen. Vor allem werden die noch am Baum hängenden Früchte verzehrt. Aber auch bereits gärendes Obst am Boden wird von den Elefanten gefressen. Wenig später sieht man die Dickhäuter wie betrunkene Kneipengänger wanken und schunkeln. Scheinbar betrunken. Das Gerücht vom Elefanten als Alkoholliebhaber wurde durch Berichte genährt, denen zufolge Elefanten mehrfach in Wein- und Bierlager eingebrochen sein sollen.

Der englische Biologe Steve Morris von der Universität in Bristol hat nun herausgefunden, dass die Früchte das Torkeln nicht verursachen. Der Alkoholgehalt der Marula-Früchte beträgt nach drei bis vier Tagen am Boden etwa drei Prozent. Das bedeutet, dass die Elefanten von den Marula-Früchten mindestens das 400-fache der Nahrungsmenge, die sie sonst maximal aufnehmen, fressen müssten. Erst diese Menge würde ausreichen, um einem drei Tonnen schweren Elefanten einen Schwips zu verpassen.

Morris nimmt an, dass die Ursache für den torkelnden Gang der Dickhäuter in der Rinde des Marula-Baumes steckt. Die Baumrinde wird von den Elefanten ebenfalls gefressen. In ihr leben kleine Käferpuppen, die Gift enthalten. Dieses Gift wird von den Einheimischen auch zur Herstellung von giftigen Pfeilspitzen verwendet. Landen nun einige Käfer im Magen des Elefanten, könnte das in ihnen enthaltene Gift den oft beobachteten, wankenden Gang auslösen.

Quellen:
www.wissenschaft.de
www.spiegel.de

Bild: Frucht des Marula-Baums (Quelle: wikipedia.org)

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