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Drugcom: Archiv: Cannabis doch Einstiegsdroge?

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News-Archiv


Archiv Jahr 2006


08.03.2006

Cannabis doch Einstiegsdroge?

Vom Kiffen zum Heroinspritzen - so ließe sich extrem verkürzt die Hypothese von der „Einstiegsdroge“ Cannabis beschreiben. Die Forschung hat diese simple Sichtweise zwar längst widerlegt, eine aktuelle Studie weist jedoch darauf hin, dass ein Zusammenhang besteht zwischen dem frühen Einstieg in das Kiffen und dem späteren Konsum weiterer Drogen. Demnach haben Cannabiskonsumierende, die vor dem 18. Lebensjahr ihren ersten Joint geraucht haben, eine 6,5-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit später andere Drogen zu konsumieren.

Die so genannte „Gateway-Hypothese“ (engl. Tür, Einstieg), nach dem der Konsum einer bestimmten Substanz den Einstieg in den Konsum einer weiteren Substanz wahrscheinlicher macht, ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. An der Universität Amsterdam wurde diese Hypothese in einer Studie mit 219 gleichgeschlechtlichen Zwillingen untersucht. Im Unterschied zu den meisten anderen Studien wurden in dieser Zwillinge untersucht, von denen der eine vor dem 18. Lebensjahr bereits gekifft hat, der andere nicht. Da beide die gleichen Gene aufweisen und die familiären Bedingungen weitestgehend identisch waren, konnten diese Einflüsse ausgeschlossen werden.

Das Forschungsteam um Michael Lynskey fand heraus, dass Zwillinge, die bereits vor dem 18. Lebensjahr schon mal gekifft haben, mit einer 7,4-fach höheren Wahrscheinlichkeit später Partydrogen konsumieren als die Brüder und Schwestern, die bei ihrem ersten Joint älter waren oder bislang kein Cannabis konsumiert haben. Für den Einstieg in den Konsum so genannter „harter Drogen“ - worunter die Autorinnen und Autoren Kokain und Heroin zählen - errechnen sie sogar eine 16,5-fach erhöhte Einstiegswahrscheinlichkeit. Die Wahrscheinlichkeit für den Konsum irgendeiner Droge außer Cannabis liegt bei 6,5. Damit werden die Ergebnisse einer früheren Studie bestätigt, die mit australischen Zwillingen durchgeführt wurde (News vom 24.01.2003).

Die Autorinnen und Autoren der niederländischen Studie betonen, dass mit ihren Ergebnissen die Argumente derer, die den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem anderer Drogen vor allem in der Straffverfolgung sehen, zumindest keine Unterstützung finden. Denn in den Niederlanden wird der Besitz von kleinen Mengen Cannabis strafrechtlich nicht verfolgt.

Allerdings geben die Autorinnen und Autoren ebenfalls zu bedenken, dass als Ursache für den Einstieg in den Konsum von Partydrogen bzw. Kokain und Heroin andere Gründe nicht auszuschließen sind. So wurden zwar die Familienverhältnisse, nicht aber die Freundeskreise in die Untersuchung mit einbezogen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Lebensweise und damit auch auf möglichen Drogenkonsum haben können.

Quellen:
Artikel in Behavior Genetics (pdf, 178 kB)

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