Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Exzessives Internetsurfen: Eine Flucht vor eigenen Problemen?

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2006 > exzessives internetsurfen: eine flucht vor eigenen problemen?

News-Archiv


Archiv Jahr 2006


20.10.2006

Exzessives Internetsurfen: Eine Flucht vor eigenen Problemen?

Ein US-amerikanisches Forschungsteam der Stanford University hat im Rahmen einer repräsentativen Telefonstudie herausgefunden, dass über 12 Prozent der US-Bürger und Bürgerinnen wenigstens ein Anzeichen für einen problematischen Gebrauch des Internets aufweist.

Das Forschungsteam um Elias Aboujaoude hat insgesamt 2.513 Erwachsene, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden, telefonisch zu ihren Internetgewohnheiten befragt. 68,9 Prozent der Befragten können demnach zu den regelmäßigen Internetnutzern und -nutzerinnen gezählt werden. Ein ähnlicher Wert findet sich den Autorinnen und Autoren zufolge auch in anderen Studien. Einige der Befragten zeigten zudem Anzeichen für einen zwanghaften Gebrauch des Internets, die denen einer Substanzabhängigkeit ähnlich sind.

So hat rund jeder achte der Befragten (13,7 Prozent) schon einmal die Erfahrung gemacht, es schwer zu finden, für ein paar Tage ohne das Internet auszukommen. 12,4 Prozent gaben an, oft länger online zu sein, als sie beabsichtigt hatten. 8,7 Prozent der Befragten verheimlicht die nicht zweckgebundene Internet-Aktivität vor anderen. Beinahe ebenso viele (8,2 Prozent) gaben zu, dass sie das Internet auch dazu benutzen, um vor ihren eigenen Problemen zu flüchten, und 5,9 Prozent haben das Gefühl, dass sich ihre Sozialkontakte wegen des exzessiven Internetsurfens verschlechtert haben.

„Wir konzentrieren uns häufig darauf, wie wundervoll das Internet ist - wie einfach und effizient es Dinge machen kann“, sagt Elias Aboujaoude, „aber wir müssen die Tatsache betrachten, dass es für einen gewissen Anteil an Personen reale Probleme verursacht.“

Aboujaoude weist jedoch auch darauf hin, dass die Ergebnisse noch kein Beleg dafür sind, dass die Befragten eine klinische Störung, d. h. ein zu behandelndes Problem aufweisen. In der Fachwelt ist die Diskussion dazu noch nicht abgeschlossen, ob es sich bei der „Internetsucht“ um eine eigenständige Krankheit handelt oder dieses Verhalten vielmehr Ausdruck und Symptom anderer verborgener persönlicher Probleme ist. Aboujaoude sieht aber in der Art, wie manche das Internet nutzen, Ähnlichkeiten mit den Verhaltensweisen von Alkoholabhängigen. „Und offensichtlich ist etwas falsch, wenn Leute auf ihre Weise versuchen, ihre Internet-Tätigkeit zu verbergen“, sagt Aboujaoude.

Siehe auch Topthema „Internetsucht - gibt es das?“ (April 2004)

Quelle:
Eurekalert

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.