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Drugcom: Archiv: Wenn die grauen Zellen sich in Rauch auflösen

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News-Archiv


Archiv Jahr 2006


29.12.2006

Wenn die grauen Zellen sich in Rauch auflösen

Raucherinnen und Raucher weisen gegenüber nichtrauchenden Personen ein vermindertes Volumen des Gehirns auf. Das hat ein Forschungsteam der Psychiatrischen Klinik der Charité und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Berlin festgestellt. Besonders die graue Substanz des Gehirns ist betroffen. In ihr sind die meisten Nervenzellen und viele Hirnfunktionen lokalisiert.

Dass Rauchen nicht gesund ist, dürfte inzwischen eine weit verbreitete Erkenntnis sein. So ist das Risiko, an Krebs zu erkranken, bei Raucherinnen und Raucher um das Vierfache erhöht. 80 bis 90 Prozent der Lungenkrebserkrankungen lassen sich auf das Rauchen zurückführen. Doch neben den bekannten schädlichen Effekten auf Lunge, Herz und Gefäße verdichten sich in den letzten Jahren die Hinweise darauf, das Rauchen auch das Gehirn schädigt, mit Auswirkungen auf die Intelligenz.

In der aktuellen Berliner Studie wurde die Gehirnstruktur von 22 Raucherinnen und Rauchern mit denen von 23 nichtrauchenden Personen verglichen. Mit Hilfe der Kernspintomographie, die auch kleine Nervenstrukturen sichtbar machen kann, wurden die Gehirne dreidimensional vermessen und in weiteren computergestützten Schritten hinsichtlich ihrer Größe miteinander verglichen.

Das Ergebnis lautet: Je mehr Zigaretten im Leben konsumiert wurden, desto geringer ist das Volumen der grauen Substanz. Betroffen sind insbesondere Gehirnregionen, die für Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen eine Rolle spielen. Das könnte erklären, warum Raucherinnen und Raucher eine verminderte Leistungsfähigkeit in diesen Gedächtnisfunktionen aufweisen.

„Es kann aber derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass diese substanzielle Verminderung der grauen Masse, die bei Rauchern gefunden wurde, schon vorher vorhanden war", sagt der Studienleiter Jürgen Gallinat in einem Interview mit pressetext.de. Vorstellbar sei, dass diese Personen möglicherweise eine besondere Neigung für das Rauchen haben. Der Wissenschaftler betont allerdings, dass die schädlichen Wirkungen von Nikotin auf die Hirnstruktur bereits in Tierversuchen belegt wurden.

An der Universitätsklinik Charité wird nun untersucht, ob sich die Hirnstruktur von Raucherinnen und Raucherin durch den Ausstieg aus dem Rauchen wieder normalisieren kann. Aufgrund des Zusammenhangs zwischen der Anzahl gerauchter Zigaretten und dem Ausmaß der Verkleinerung des Gehirns, weist Gallinat in einem Interview mit dem Deutschlandradio allerdings daraufhin, dass man durch den Rauchausstieg „zumindest den Effekt [hat], dass eine weitere Verschlechterung nicht eintritt, und das, denke ich, ist schon einmal ein sehr triftiger Grund, das Rauchen auch aus diesen Gründen aufzugeben."

Siehe auch:
News vom 29.03.2004 „Rauchen mindert Intelligenz“
News vom 16.12.2004 „Rauchen mindert die Gehirnleistung“

Quellen:
Pressetext.de
Interview in Deutschlandradio
Basisbroschüre Tabak der DHS (pdf, 219 KB)

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