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Drugcom: Archiv: Warnung vor bleiverseuchtem Marihuana

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News-Archiv


Archiv Jahr 2007


09.11.2007

Warnung vor bleiverseuchtem Marihuana

In Leipzig ist bleiverseuchtes Marihuana aufgetaucht. Es gebe bisher 19 Fälle, in denen Konsumentinnen und Konsumenten zum Teil schwerste Verletzungen davongetragen hätten, sagte der Chef der Leipziger Kripo, Uwe Matthias. Die Stadt Leipzig ruft alle Marihuana-Konsumierenden auf, sich bei Verdacht auf eine Vergiftung untersuchen zu lassen.

Bei den ersten Patienten war die Bleiquelle anfangs unklar, so die Polizei. Inzwischen zeichne sich ein direkter Zusammenhang mit Cannabis- bzw. Marihuanakonsum ab. Es sei davon auszugehen, dass weitere Personen kontaminiertes Marihuana oder Cannabis zu sich genommen haben und dass sich immer noch mit Blei versetztes Marihuana im Umlauf befinde.

Die Polizei vermutet, dass mit nachträglich eingebrachten Bleispänen das Gewicht der Drogen erhöht und so ein höherer Preis erzielt werden sollte. Bisher könne aber niemand sagen, ob alle Proben einer einzigen Charge angehörten und wie groß diese eventuell gewesen sei. Die Stadt Leipzig und die Polizei geben daher die Empfehlung, sich im Verdachtsfall untersuchen zu lassen.

Bei Verdacht auf eine chronische Bleiexposition sollte der Bleispiegel im Blut gemessen und eventuell eine entsprechende Therapie begonnen werden. Diese wird bei schweren Fällen im Krankenhaus begonnen und muss je nach Körperbleigehalt von Hausärzten langfristig, in Einzelfällen auch über Jahre, fortgeführt werden.

Betroffenen (auch so genannten „Wochenendkonsumenten“) wird geraten, sich zu einer Überprüfung ihres Bleispiegels an das Gesundheitsamt zu wenden. Diese Empfehlung gilt auch dann, wenn die Konsumierenden derzeit beschwerdefrei sind. In allen Fällen wird die ärztliche Schweigepflicht gewahrt.

Anzeichen einer Bleivergiftung

Bei Bleivergiftungen im Zusammenhang mit Marihuana-Konsum wird das Blei über die Atemwege aufgenommen. Im Körper wird es im Prinzip in allen Geweben abgelagert. Der Knochen ist Hauptspeicher für Blei. Von hier wird das Blei noch über Jahrzehnte ins Blut und in die Weichteile freigesetzt. Da Blei nicht gut wasserlöslich ist, wird es ohne spezielle Medikamente sehr schlecht wieder ausgeschieden. Die Anzeichen einer akuten Bleivergiftungen sind folgende: Blasse Hautfarbe, Magen-Darm-Beschwerden, schwere Bauchkrämpfe ("Bleikolik"), langsamer Puls, hoher Blutdruck.

Mehr Informationen auf leipzig-seiten.de

Quellen:
leipzig-seiten.de
www.ad-hoc-news.de

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