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Drugcom: Archiv: Dicke Luft in der Disko

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News-Archiv


Archiv Jahr 2007


16.03.2007

Dicke Luft in der Disko

Die Luft in Gastronomiebetrieben, in denen geraucht werden darf, ist teilweise bis zu 180-fach höher mit Schadstoffen belastet als in Nichtraucherräumen. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des Bayrischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die dickste Luft ist in Diskos. Hier wurden unter anderem Feinstaubbelastungen von bis zu 1300 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. In Nichtraucherwohnungen werden üblicherweise 20 bis 30 Mikrogramm gemessen.

Die Messungen wurden in 28 Gastronomiebetrieben im Großraum Augsburg und München durchgeführt, darunter Cafés, Kneipen, Restaurants und Diskos. Alle untersuchten Gastronomiebetriebe verfügten über eine Lüftungsanlage. Um die Messungen unter realen Bedingungen durchzuführen, wurde die Schadstoffmenge während der jeweiligen Hauptbesuchszeiten vier Stunden lang erfasst. Das Forschungsteam um Dr. Gabriele Bolte vom LGL fahndete nach Schwermetallen, Feinstaubpartikeln, leicht flüchtigen organischen Stoffen wie Benzol und so genannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Die meisten der untersuchten Stoffe gelten als krebserregend.

Die Autorinnen und Autoren der Studie kommen zu dem Fazit, dass die Raumluft in den Gaststätten erheblich mit giftigen und Krebs erzeugenden Substanzen belastet ist und die Gesundheit der Gäste und der Beschäftigen gefährdet. Die Messwerte lagen teilweise bis zu 180-fach höher als in Nichtraucherräumen. Am stärksten belastet sind Diskos, wo die Feinstaubbelastung im Durchschnitt bei über 800 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lag, mit Höchstwerten bis zu 1300 Mikrogramm. Zum Vergleich: Wenn im Freien Konzentrationen von 50 Mikrogramm dauerhaft überschritten werden, müssen Kommunen zum Schutz ihrer Bürger einen Luftreinhaltungsplan starten, etwa durch Lkw-Fahrverbote.

„Bei einer derart hohen Belastung der Luft ist für die Mitarbeiter in Diskos das Risiko für Krebs, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht", sagt Dr. Martina Pötschke-Langer, Expertin des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) nach Angaben der Ärzte Zeitung.

Das dkfz hat darauf hingewiesen, dass selbst bei sehr guter Belüftung der Räume immer noch genügend Schadstoffe in der Luft seien, von denen ein Krebsrisiko ausgehe. Deshalb müssten Gaststätten zu hundert Prozent rauchfrei werden. Auch abgetrennte Räume, in denen geraucht werden darf, würden demnach nicht ausreichen, um die Nichtraucherinnen und Nichtraucher vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen.

Quellen:
Pressemitteilung des Bayrischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Die Studie des LGL
Pressmitteilung des dkfz
Ärzte Zeitung

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