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Drugcom: Archiv: Das "Zigarettentuning" der Tabakindustrie

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News-Archiv


Archiv Jahr 2007


19.01.2007

Das "Zigarettentuning" der Tabakindustrie

Nachforschungen eines US-amerikanischen Forschungsteams der Harvard School of Public Health (HSPH) belegen, dass die Tabakindustrie Zigaretten gezielt modifiziert, um die Nikotinausbeute beim Rauchen zu erhöhen und die Nikotinabhängigkeit damit zu fördern. In den letzten sieben Jahren wurde die beim Rauchen verfügbare Nikotinmenge pro Zigarette jährlich um 1,6 Prozent gesteigert bzw. um rund 11 Prozent in den Jahren 1998 bis 2005.

Wie viel Nikotin eine Zigarette enthält, steht auf der Packung - sollte man meinen. Doch die tatsächliche Nikotinausbeute beim Rauchen hängt von mehreren Faktoren ab. Die Tabakindustrie arbeitet offensichtlich daran, die Menge an Nikotin, die beim Rauchen aus der Zigarette gezogen wird, zu optimieren. Im Forschungsbericht der Harvard School of Public Health wird ein ehemaliger Wissenschaftler des Tabakkonzerns Philip Morris zitiert, der im Rahmen eines Gerichtsprozesses sagte: „… ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung einer Zigarette ist zunächst dafür Sorge zu tragen, dass genügend Nikotin im unverbrannten Tabak verfügbar ist, und dann ist sicher zu stellen, dass das Design der Zigarette dem Raucher ermöglicht, genug Nikotin herauszubekommen, um seine oder ihre Abhängigkeit zu unterstützen.“ (Connolly et al., 2007, S. 19)

In der Studie wurde eine Re-Analyse vorhandener Daten vorgenommen. Die Daten stammen von maschinellen Messverfahren zur Ermittlung der Nikotinausbeute, die von den Zigarettenherstellern regelmäßig an das US-amerikanische Massachusetts Department of Public Health übermittelt werden. In den übermittelten Daten sind ebenfalls Informationen über Designaspekte der Zigaretten enthalten, die mit der Nikotinzufuhr zusammenhängen.

Im Ergebnis der Re-Analyse konnten die Forscher um Studienleiter Gregory Connolly aufzeigen, dass die beim Rauchen verfügbare Nikotinmenge in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist und zwar jährlich um 1,6 Prozent oder rund 11 Prozent in den Jahren 1998 bis 2005.

Der Anstieg lasse sich zum Teil dadurch erklären, dass eine erhöhte Nikotinkonzentration in den Zigaretten enthalten ist. Darüber hinaus wurde die Brenndauer erhöht, so dass mehr Züge pro Zigarette möglich sind. Dies führe dazu, dass mehr Nikotin beim Rauchen verfügbar ist. Allerdings gebe es noch weitere wichtige Details, die einen Einfluss auf die Nikotinverfügbarkeit haben wie beispielsweise Zusatzstoffe, die jedoch nicht in der Studie berücksichtigt wurden.

Die Forscher weisen in ihrem Berichte aber auch darauf hin, dass Zigaretten ohnehin stark abhängig machen. Die eher kleinen Modifikationen der Tabakindustrie würden nicht grundsätzlich etwas daran ändern, sie erhöhen aber das Abhängigkeitspotential ein weiteres Mal.

Quelle:
Pressemitteilung der HSPH
Originalbericht von Connolly et al. (2007), pdf

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