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Drugcom: Archiv: Gesundheitsrisiko von "Spice" weiterhin unklar

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News-Archiv


Archiv Jahr 2008


05.12.2008

Gesundheitsrisiko von "Spice" weiterhin unklar

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine erste Einschätzung zum gesundheitlichen Risiko von „Spice“ vorgenommen. Die exakten Inhaltstoffe sind weiterhin unklar. Es wird nicht ausgeschlossen, dass bislang noch unbekannte synthetische Zusätze enthalten sind. So sei nicht bekannt, woher das in Analysen von „Spice“ gefundene Tocopherol (Vitamin E) stammt. In seiner Stellungnahme rät das BfR daher vom Konsum ab.

Laut Herstellerangaben ist „Spice“ eine Räucherware zum Beduften von Räumen. Doch dürfte es offensichtlich sein, dass der wahre Verwendungszweck angesichts von Preisen zwischen 15 und 25 Euro für drei Gramm damit nur verschleiert werden soll. Denn würden die bunten Tütchen als Rauchware zur oralen Inhalation verkauft, müssten die Kräuter mangels Zulassung als nicht verkehrsfähig eingestuft werden.

Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer ersten Stellungnahme unter anderem hin. Es kommt nach Zusammenfassen der vorliegenden Informationen über die Inhaltsstoffe zu dem Schluss, dass eine abschließende Bewertung des gesundheitlichen Risikos nicht möglich ist, da zu wenig bekannt sei. Zumindest von einer enthaltenen Pflanze - Maconha Brava - sei bekannt, dass es in Brasilien als Ersatz für Cannabis konsumiert würde. Das BfR weist daher darauf hin, dass der Konsum von „Spice“ die Fahrtüchtigkeit sowie die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, negativ beeinflussen könnte.

Berichten von Konsumentinnen und Konsumenten zufolge habe „Spice“ cannabisähnliche Wirkungen wie Beschleunigung des Herzschlags oder Augenrötung. Derartige Wirkungen wurden nach Angaben des BfR durch einen Selbstversuch mit 300 mg „Spice“ bestätigt. Ob sich dies auch auf die psychoaktiven Wirkungen von Cannabis bezieht, ist nicht bekannt. Medienberichten zufolge bestehen aber Zweifel daran, dass „Spice“ einen Rausch erzeugt, der dem von Cannabis entspricht. Möglich ist auch ein so genannter Plazeboeffekt, der sich einstellt, weil mit dem Konsum bestimmte Erwartungen verbunden sind.

In Untersuchungen dreier Analyseinstitute sei Tocopherol (Vitamin E) als Inhaltsstoff nachgewiesen worden. Dies könne möglicherweise als Indiz dafür gewertet werden, dass andere synthetische Verbindungen mit psychoaktiven Wirkungen zugesetzt wurden. Bisherige Analyse haben hierüber keinen Aufschluss liefern können.

Wegen der unklaren Inhaltsstoffe und der daraus resultierenden unkalkulierbaren Risiken rät das BfR vom Konsum ab. Dem schließt sich auch die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing an, die derzeit die rechtliche Beurteilung von „Spice“ prüft. In diesem Zusammenhang werde eine enge Kooperation auf europäischer Ebene angestrebt.

Quellen:
Stellungnahme des BfR (PDF)
Stellungnahme der Bundesdrogenbeauftragte


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