Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Mehr Blausäure in Cannabisrauch als in Zigarettenqualm

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2008 > mehr blausäure in cannabisrauch als in zigarettenqualm

News-Archiv


Archiv Jahr 2008


07.01.2008

Mehr Blausäure in Cannabisrauch als in Zigarettenqualm

Ein kanadisches Forschungsteam hat den Schadstoffanteil im Rauch von Tabak und Cannabis mit Hilfe von standardisierten Tests gemessen. Der Vergleich zeigt auf, dass beim Verbrennen von Cannabis und Tabak im Wesentlichen die gleichen Schadstoffe entstehen. Der Unterschied liegt in der Menge. Cannabisrauch enthält bis zu 20-mal mehr Ammoniak sowie 5-mal mehr Blausäure als der Rauch von Tabak.

Die Bestandteile, die beim Verbrennen von Tabakrauch entstehen, sind in der Vergangenheit bereits intensiv beforscht worden. Über 4.800 verschiedene Substanzen wurden im Hauptstrom, der beim Ziehen an der Zigarette entsteht, im Zigarettentabak nachgewiesen. Davon gelten über 70 als krebserregend oder stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Bekannt ist, dass Cannabisrauch ebenfalls viele der giftigen Bestandteile beinhaltet. Doch ist bislang nicht im Detail untersucht worden, wie viel exakt, darin enthalten ist.

Das kanadische Forschungsteam um den Leiter David Moir hat mit Hilfe von standardisierten Methoden untersucht, welche Substanzen beim Verbrennen von Cannabis und Tabak jeweils gemessen werden. Sie setzten dazu eine Maschine ein, die immer exakt die gleiche Menge an Verbrennungsgasen „einatmet“. Als Tabak wurde handelsüblicher Feinschnitt gewählt. Das Cannabiskraut wurde von einem kanadischen Unternehmen geliefert, das Cannabis zu medizinischen Zwecken unter streng kontrollierten Bedingungen herstellt.

Die Messergebnisse zeigten erwartungsgemäß, dass Cannabis- und Tabakrauch in etwa die gleichen Bestandteile enthalten. Allerdings enthielt der Rauch von verbranntem Cannabis etwa 20-mal mehr Ammoniak. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungsinstituts ist Ammoniak eine Vorstufe zu verschiedenen Substanzen, die als krebserzeugend eingestuft werden. Ebenfalls deutlich erhöht ist der Anteil an Blausäure (Cyanwasserstoff) und so genannter aromatischer Amine, die ebenfalls als krebserregend eingestuft werden. Cannabisrauch enthält im Vergleich zu Tabakrauch bis zu 5-mal mehr dieser giftigen Substanzen.

Im Rauch von Tabak wurden hingegen höhere Mengen an polyzyklischen Kohlenwasserstoffen, Formaldehyd und Nitrosaminen gefunden, die allesamt zumindest im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.

Quellen:
Moir, D., Rickert, W. S., Levasseur, G. et al. (2008). A Comparison of Mainstream and Sidestream Marijuana and Tobacco Cigarette Smoke Produced under Two Machine Smoking Conditions. Chemical Research in Toxicology, 21, 494-502. Artikel
Factsheet des Deutschen Krebsforschungszentrums (PDF)


Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.