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Drugcom: Archiv: Warum der Rauchausstieg oft schwer fällt

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News-Archiv


Archiv Jahr 2008


12.09.2008

Warum der Rauchausstieg oft schwer fällt

Viele Raucherinnen und Raucher wollen aufhören, werden aber bei der nächsten Gelegenheit wieder rückfällig. Warum das so ist, damit hat sich eine Studie der Universität Pittsburgh beschäftigt. Demnach unterschätzen Personen, die sich den Rauchausstieg vornehmen, den starken Drang nach einer Zigarette. Sie können sich nicht in die Lage versetzen, wie es sein wird, wenn sie aufhören zu rauchen.

Der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, fällt meist, wenn die Lust auf eine Zigarette gerade gestillt wurde oder zumindest aktuell nicht besonders stark ist. Viele Ausstiegswillige machen dann den Fehler, sich nicht genügend auf den Rauchausstieg vorzubereiten. Denn sie können sich einfach nicht vorstellen, wie stark die Entzugssymptome und der starke Drang sein werden, wenn sie sich das Rauchen versagen. Obwohl viele Raucherinnen und Raucher meist vergleichbare Situationen in der Vergangenheit durchgemacht haben, sind sie nicht in der Lage, sich an das drängende Gefühl zu erinnern. Sie können daher nicht antizipieren, wie schwer es ihnen beim Ausstieg fallen wird, abstinent zu bleiben.

Ein US-amerikanisches Forschungsteam der Universität Pittsburgh hat dieses Phänomen experimentell belegen können. Sie teilten 98 Raucherinnen und Raucher, die zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht vorhatten aufzuhören, in drei Gruppen ein: Die „heiße“ Gruppe musste vor der ersten Session mindestens 12 Stunden rauchfrei bleiben, um Entzugssymptome zu provozieren. Die „kalte“ Gruppe durfte bis zu Beginn der Session rauchen. Eine weitere Gruppe wurde als Kontrollgruppe erst zur zweiten Session eingeladen.

In der ersten Session mussten die Personen der „heißen“ und „kalten“ Gruppe angeben, wie viel Geld man ihnen geben müsste, damit sie in Session 2 das Rauchen für etwa 5 Minuten hinauszögern. Beiden Gruppen wurde gesagt, dass sie mindestens 12 Stunden vor Session 2 nicht rauchen dürfen. Die Personen der „heißen“ Gruppe mussten zusätzlich eine brennende Zigarette für 30 Sekunden in der Hand halten und anschauen. Die „kalte“ Gruppe hielt einen neutralen Gegenstand - eine Rolle Klebeband - in der Hand.

In Session 2, in der alle Probandinnen und Probanden wegen der 12-stündigen Rauchabstinenz auf Entzug waren, mussten die Personen der „heißen“ und „kalten“ Gruppe nun angeben, wie viel ihnen jetzt geboten werden müsste, damit sie das Rauchen für 5 Minuten hinauszögern. Sie wurden dazu angehalten, sich an die Summe, die sie in Session 1 angegeben haben, zu erinnern.

Das Ergebnis zeigt, dass die Personen der „kalten“ Gruppe die Geldsumme signifikant erhöhten, wohingegen die Personen der „heißen“ Gruppe sich sogar tendenziell mit weniger Geld zufrieden gaben. Damit sollte gezeigt werden, dass Raucherinnen und Raucher unter normalen Umständen nicht in der Lage sind, sich in die Situation hineinzuversetzen, die sie erleben werden, wenn ihnen das Rauchen vorenthalten wird bzw. wenn sie aus dem Rauchen aussteigen.

Michael Sayette, Leiter der Studie, betont, dass derartige Fehleinschätzungen vermutlich zu Rückfällen bei Ausstiegswilligen führen, weil sie sich im Vorfeld nicht vorstellen können, welch starke Lust auf eine Zigarette sie verspüren werden, wenn sie beispielsweise auf eine Party gehen, wo geraucht wird.

Quellen:
Pressemitteilung
Sayette, M. A., Loewenstein, G., Griffin, K. M, & Black, J. J. (2008). Exploring the Cold-to-Hot Empathy Gap in Smokers. Psychological Science, in press. Vorabdruck der Studie (PDF).


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