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Drugcom: Archiv: High vom Joggen

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News-Archiv


Archiv Jahr 2008


14.03.2008

High vom Joggen

Weltweit sind sich sowohl Laien als auch Expertinnen und Experten einig: Ausdauerndes Joggen hebt die Stimmung. Für das Hochgefühl wurde sogar eine eigene Umschreibung geschaffen: Runner`s High. Und viele glauben, dass körpereigene Opioide, so genannte Endorphine, verantwortlich sind. Der Beweis dafür konnte allerdings nie erbracht werden - bis jetzt: Einem Forschungsteam der Technischen Universität München und der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, Belege für die Ursache des beim Langstreckenlauf auftretenden Hochgefühls zu liefern. Wer ausdauernd joggt, kann demnach tatsächlich high werden.

In der Studie wurden zehn Athleten jeweils vor und nach einem zweistündigen Langstreckenlauf mit einem speziellen bildgebenden Verfahren untersucht, der Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Durch dieses Verfahren kann die Aktivität im Gehirn gemessen werden. Der Nachweis erfolgt dabei indirekt. Denn für die Studie wurde eine radioaktive Substanz eingesetzt, die im Gehirn an Opiat-Rezeptoren bindet und dabei in Konkurrenz zu Endorphinen tritt. „Je mehr Endorphine im Gehirn des Athleten ausgeschüttet werden, desto mehr Opiat-Rezeptoren werden besetzt“, erklärt Henning Boecker, ein Autor der Studie. Entsprechend geringer seien die Chancen für die injizierte Substanz, ebenfalls an den Opiat-Rezeptoren zu binden. Im PET-Bild lässt sich die Verbreitung der radioaktiven Substanz an Opiat-Rezeptoren sichtbar machen: Durch den Vergleich der Bilder vor und nach dem zweistündigen Dauerlauf ermittelte das Forschungsteam eine signifikant verminderte Bindung der injizierten Substanz. Das spricht im Umkehrschluss für eine vermehrte Ausschüttung körpereigener Opioide beim Ausdauerlauf.

„Damit haben wir nun erstmals Belege dafür finden können, wo und in welchem Ausmaß bei Ausdauerbelastung Endorphine im Gehirn freigesetzt werden“, so Boecker. „Interessanterweise fanden wir Endorphinfreisetzungen vorwiegend in Bereichen des Frontallappens der Großhirnrinde und des so genannten Limbischen Systems, beides Gehirnregionen, die eine Schlüsselrolle in der emotionalen Verarbeitung innehaben. Darüber hinaus konnten wir signifikante Veränderungen des Hoch- und Glücksgefühls nach dem Ausdauerlauf feststellen.“ Je mehr Endorphine freigesetzt wurden, desto stärker war das Hochgefühl ausgeprägt. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Cerebral Cortex“ erschienen.

Quelle:
Pressemitteilung der Universität Bonn


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