Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Warum Alkohol zu riskantem Verhalten verleitet

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2008 > warum alkohol zu riskantem verhalten verleitet

News-Archiv


Archiv Jahr 2008


16.05.2008

Warum Alkohol zu riskantem Verhalten verleitet

Aus der Hirnforschung kommen neue Ergebnisse, die Hinweise darauf geben, warum Menschen unter Alkoholeinfluss sich eher auf riskante Verhaltensweisen einlassen. Eine Forschungsgruppe aus den USA hat herausgefunden, dass Alkohol die Aktivität in Hirnzentren reduziert, die für das Erkennen von Gefahren zuständig ist. Wir begeben uns demnach unter Alkohol deshalb eher in Gefahr, weil wir sie als solche nicht erkennen.

Die Forscherinnen und Forscher des US-amerikanischen National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism haben herausgefunden, dass Alkoholkonsum die Hirnaktivität in den Bereichen reduziert, die bei der Wahrnehmung und der Bewertung von bedrohlichen Situationen eine wichtige Rolle spielen. Personen unter Alkoholeinfluss können nicht mehr zwischen bedrohlichen und nicht bedrohlichen Situationen unterscheiden.

Die Studie gründet ihre Ergebnisse auf Untersuchungen mit Hilfe der so genannten funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT). Dabei wird dem Gehirn quasi beim Denken zugeguckt. Hochauflösende Bilder zeigen auf, wo im Gehirn die Aktivität hoch und wo sie reduziert ist. Zwölf gesunde Personen bekamen an zwei Tagen jeweils entweder eine Alkohollösung oder ein Placebo intravenös gespritzt. Die Alkoholmenge entsprach etwa 0,8 Promille - also einem Wert, der durchaus typisch ist für Alkoholtrinken in soziale Situationen. Anschließend wurden den Probandinnen und Probanden unterschiedliche Bilder von Personen gezeigt, mit entweder neutralem oder ängstlichem Gesichtsausdruck. Aufgrund früherer Untersuchungen ist bekannt, dass der Anblick ängstlicher Gesichter als ein Signal für eine bedrohliche Situation gewertet wird.

Im nüchternen Zustand wurden bei den ängstlichen Gesichtern tatsächlich die Hirnregionen aktiviert, die für Objekterkennung und Emotionen zuständig sind. Angst und Vermeidungsverhalten sind die Folge. Waren die Probandinnen und Probanden jedoch alkoholisiert, zeigte sich keine erhöhte Aktivität. Hingegen wurde Areale, die zum Belohnungszentrum gerechnet werden, aktiviert.

Auf Partys würde die geringere Ängstlichkeit von Vorteil sein, da es so leichter sei, auf andere Personen zuzugehen, doch könne man auch leichter in einen Streit oder eine körperliche Auseinandersetzungen geraten, weil man die Anzeichen für eine Bedrohung oder die Gefährlichkeit einer Situation nicht erkennt.

„Das wichtigste Ergebnis der Studie ist, dass nach Alkoholkonsum diejenigen Hirnareale, die Bedrohungen erkennen, nicht zwischen bedrohlichen und nicht-bedrohlichen Umweltsignalen unterscheiden können“, kommentiert Dr. Marina Wolf von der Rosalind Franklin University of Medicine and Science die Ergebnisse.

Quelle:
Gilman, J. M., Ramanchandani, V. A., Davis, M. B. et al. (2008). Why We Like to Drink: A Functional Magnetic Resonance Imaging Study of the Rewarding and Anxiolytic Effects of Alcohol. The Journal of Neuroscience, 28, 4583-4591. Abstract
Pressemitteilung
ScienceDaily


Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.