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Drugcom: Archiv: Erhöhtes Selbstmordrisiko bei Raucherinnen und Raucher

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News-Archiv


Archiv Jahr 2008


18.01.2008

Erhöhtes Selbstmordrisiko bei Raucherinnen und Raucher

Die meisten Raucherinnen und Raucher wollen am liebsten aufhören. Mit dem Rauchen. Gute Gründe gibt es dafür allemal. Die Ergebnisse einer Studie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie dürften ausstiegswilligen Raucherinnen und Rauchern einen weiteren triftigen Grund dafür geben, endgültig auf Zigaretten zu verzichten. Sie fanden heraus, dass Jugendliche und junge Erwachsene eine umso stärkere Selbstmordneigung entwickeln, je höher ihr Tabakkonsum ist. Das Risiko, einen Selbstmordversuch zu unternehmen, erhöht sich bei ihnen mit regelmäßigem Konsum um das Vierfache.

Nach Angaben des Max-Planck-Instituts unternehmen von 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen je nach Studie 2 bis 7 einmal im Leben einen Selbstmordversuch. Eine von der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) in Auftrag gegebene Studie berichtete kürzlich, dass aktuell 26 Prozent der Deutschen rauchen. 40 Prozent von diesen Personen rauchen bis zu 20 Zigaretten am Tag.

Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München hat untersucht, ob es zwischen den beiden Verhaltensweisen einen möglichen Zusammenhang gibt. 3.021 Personen im Alter von 14 bis 24 Jahren aus München und Umgebung wurden dazu befragt. Dabei untersuchte das Team um Thomas Bronsch das Selbstmordthema mit Fragen wie: „Gab es eine Periode von mindestens 2 Wochen oder mehr, in der Sie Gedanken zum Tod hatten?“ Oder: „Haben Sie sich jemals so schlecht gefühlt, dass Sie über Selbstmord nachgedacht haben? Und: „Haben Sie je einen Selbstmordversuch unternommen?“

Die Ergebnisse zeigen, dass Selbstmordgedanken und Selbstmordversuche mit stärkerem Tabakkonsum zunehmen. Bei abhängigen Raucherinnen und Rauchern ist das Risiko zum Selbstmordversuch um das Vierfache höher als bei Nicht-Raucherinnen bzw. Nicht-Rauchern. Die Forscherinnen und Forscher weisen darauf hin, dass die Neigung zur Suizidaltität bei den Raucherinnen und Rauchern unabhängig ist vom Konsum von Alkohol oder anderen Drogen und auch nicht mit einer zusätzlich bestehenden Depression in Zusammenhang steht.

Um Einwänden zu begegnen, dass die Suizidneigung womöglich eher Ursache als Folge des Rauchens sei, haben die Münchner Forscherinnen und Forscher eine Wiederholungsbefragung nach vier Jahren durchgeführt. Da berichteten nun Raucherinnen und Raucher, die ursprünglich keine Selbstmordneigung aufwiesen, von Selbstmordgedanken und Selbstmordversuchen. Doch während ein Zusammenhang zwischen Nikotinwirkung und der Entwicklung von Suizidalität besteht, gilt es nicht in umgekehrter Weise. Menschen mit Selbstmordtendenzen beginnen das Rauchen nicht häufiger als Menschen ohne Selbstmordneigung.

Über die ursächlichen biologischen Mechanismen, die Rauchen und Suizidalität verbinden, können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bisher allerdings nur spekulieren. Es sei jedoch bekannt, dass Nikotin auf die Konzentration des Gehirnbotenstoffs Serotonin im Gehirn wirke. Serotonin spielt in Hirnregionen eine Rolle, die unter anderem auch depressives und impulsives Verhalten auslösen.

Quelle:
Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts
Umfrage zur Ausstiegsmotivation der DAK


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